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Russland-Sanktionen: Rohdiamanten werden jetzt genau unter die Lupe genommen
Inland
Wirtschaft

Antwerpens Diamantensektor bereitet sich auf die Sanktionen gegen Russland vor

Der Diamantenhandel in Antwerpen bereitet sich in diesen letzten Tagen des Jahres auf die Sanktionen gegen Diamanten aus Russland vor. Monatelang hatten die G7-Staaten und die EU um eine Einigung gerungen, wie dieser Sektor mit Sanktionen gegen russische Edelsteine umgehen soll und Antwerpen ist als eines der wichtigsten Zentren des weltweiten Diamantenhandels besonders davon betroffen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ab dem 1. Januar 2024 werden die vereinbarten Maßnahmen Schritt für Schritt eingeführt und der erste Bereich, der davon betroffen ist, sind die Rohdiamanten. Hier ist Russland mit einem Anteil von rund 30 % der weltweit größte Exporteur.  Um aber dieses System umsetzen zu können, braucht es neue Vorgehensweisen.

Jeder Diamant, der in einem der Länder verkauft werden soll, die die Sanktionen, die im Zuge des Angriffskrieges in der Ukraine gegen Russland verhängt wurden (und werden) unterstützt, muss zuerst nach Antwerpen gebracht werden, um dort seine Zertifizierung zu erhalten.

Prof. Koen Vandenbempt von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Antwerpen (UAntwerpen) erklärte gegenüber euronews: „Dies wird ein Blockchain-System sein, bei dem die Umwandlung von Diamanten vollständig aufgezeichnet wird und bei dem man im Grunde verfolgen kann, was mit den Diamanten geschieht.“

Vandenbrempt erklärte gegenüber euronews auch, dass mit diesem System der belgische Staat entlastet werde und nicht so deutlich selbst betroffen bzw. involviert sei: „Antwerpen war schon immer der wichtigste Umschlagplatz für Diamanten. Wir waren dabei, das zu verlieren. Mit dem derzeitigen System, das meiner Meinung nach ein wirklich gutes System ist, werden die Handelsströme in die Europäische Union zurückfließen, und das hat Auswirkungen.“

Dass sowohl die G7-Staaten, als auch die Europäische Union, die rund 70 % der Diamanten weltweit abnehmen, diesem System zustimmten, ist der Schlüssel dafür, dass dies Russland tatsächlich trifft. Dies hat auch zur Folge, dass russische Diamanten nicht einfach so anderswo verkauft werden können.

Quelle: euronews

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