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Inland
Wirtschaft

Telenet muss 1 Million Euro Strafe zahlen, weil Kunden nicht einfach den Dienstleister wechseln können

Das belgische Institut für Postdienste und Telekommunikation (BIPT) hat ein Bußgeld in Höhe von 1 Million Euro gegen Telenet verhängt, weil der Telekom-Dienstleister seinen Kunden nicht standardmäßig easy switch anbietet, ein vereinfachtes Verfahren, um den Provider zu wechseln. In 60 % der Telenet-Filialen war dies nicht der Fall.  

Martina Luxen Belga
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Ein Wechsel des Festnetzbetreibers für Internet oder Fernsehen ist nicht immer einfach. Man muss alte Abonnements kündigen, neue beantragen, sicherstellen, dass man keine doppelte Rechnung erhält oder tagelang oder wochenlang ohne Internet ist. Aus diesem Grund wurde 2017 easy switch eingeführt.

Mit easy switch soll der Wechsel zu einem neuen Anbieter mit einem interessanteren Service grundsätzlich reibungsloser verlaufen. Auf jeder Rechnung steht ein persönlicher Code, um den Betreiber zu wechseln. Der neue Betreiber kümmert sich um den Wechsel, so dass der Kunde selbst nichts tun muss.

"Wir haben festgestellt, dass der Wechsel des Festnetzbetreibers sehr schwierig ist", erklärt Michel Van Bellinghen, Vorsitzender des BIPT-Rates: “In mehr als 60 Prozent der kontrollierten Telenet-Geschäfte wurde das Verfahren nicht standardmäßig angeboten", so Michel Van Bellinghen. Das hat zur Folge, dass sich der Kunde selbst - und nicht Telenet - um die Abwicklung des laufenden Vertrags mit der Konkurrenz kümmern muss. Und das ist ein Problem.

Telenet wurde zum ersten Mal im Sommer 2022 verwarnt. Seitdem hat sich nichts geändert, weshalb die Aufsichtsbehörde Telenet jetzt eine Geldstrafe von sage und schreibe 1 Million Euro auferlegt.  

Aufgrund von IT-Problemen

Telenet erklärt, dass die Nichteinhaltung der Vorschriften nicht vorsätzlich erfolgte, sondern Teil der IT-Probleme war, mit denen das Unternehmen seit Anfang 2022 zu kämpfen hat.

Telenet betont, dass es in den letzten Monaten zusätzliche Anstrengungen unternommen hat, um neuen Kunden das Verfahren anzubieten. Diese Bemühungen hätten sich inzwischen ausgezahlt, so das Unternehmen, und seit den Messungen des BIPT im Juni seien deutliche Verbesserungen zu verzeichnen.

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