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Inland
Justiz

Fünf Hauptangeklagte eines Drogenrings wegen Folter mit Todesfolge für schuldig befunden

Im Prozess um die Folterung und den Tod des 33-jährigen Hilal Makhtout in Tongeren sind die fünf Hauptangeklagten der Folter mit Todesfolge und bandenmäßiger Straftaten für schuldig befunden. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen oder wegen leichterer Vergehen verurteilt. Das Urteil wird am Donnerstag verkündet. Makhtout war im März 2019 tagelang gefoltert worden, bevor er seinen Verletzungen erlag. Es ging um eine Abrechnung im Drogenmilieu in der Provinz Limburg.  

Martina Luxen Belga
Veröffentlicht:

Insgesamt 13 Angeklagte stehen in Tongeren vor Gericht. Für den Anwalt der Angehörigen sind alle schuldig, die während der Folter nicht eingegriffen haben. Die Geschworenen hatten kein leichtes Geflecht zu entwirren, um die Schuld oder Unschuld jedes Angeklagten zu bestimmen. Diese machten widersprüchliche Aussagen und leugneten oder bagatellisierten ihre Rolle.  

Weil der 33-jährige Hilal Makhtout von den Angeklagten beschuldigt wurde, Drogen gestohlen zu haben, hatten sie in drei Tage lang geschlagen, getreten und verbrannt, mit dem Tod als Folge.

Die Geschworenen mussten für jeden der Angeklagten 78 Fragen zur Schuld beantworten, wie z. B. schuldig (oder nicht schuldig) der Folter, der unmenschlichen Behandlung, der bandenmäßigen Gewalt, der Schläge und Verletzungen usw.   

Für sieben weitere Angeklagte war eine mildere Strafe und für einen 13. ein Freispruch beantragt worden. Die Geschworenen befanden vier von ihnen der unmenschlichen Behandlung (und somit nicht der Folter) für schuldig. Drei weitere wurden freigesprochen. Ein Angeklagter wurde von den Geschworenen wegen schuldhafter Unterlassung für schuldig befunden.  

Den Hauptangeklagten drohen Gefängnisstrafen von 20 bis maximal 30 Jahren.  

ANSEHEN

Der Leidensweg des Opfers

Hilal Makhtout, ein Drogendealer aus Genk, wurde am 9. März 2019 aus seiner Garage entführt und mit Schlägen traktiert. Er wird im Kofferraum eines Autos an einen anderen Ort gebracht und weiter gefoltert. Makhtout soll eine Ladung Drogen und/oder Geld verschwinden lassen haben - der Betrag variiert in den Aussagen der Täter. Schließlich wird er in ein Ferienhaus in der Nähe von Rochefort (Provinz Luxemburg) gebracht, wo er drei Tage später seinen Verletzungen erliegt.

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