Kostenlose psychologische Hilfe und Begleitung für junge Leute ist ein Thema, dass schon lange auf dem Tisch der belgischen Bundesregierung liegt. Jetzt ist Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit, Foto) zuversichtlich. Im Livestudio der VRT-Spendensendung zur „Wärmsten Woche“ in Brügge sagte der flämische Sozialist, dass ab Februar 2024 bis zu 20 Gespräche mit Fachleuten kostenlos möglich sein werden.
"Ab dem 1. Februar wird psychologische Hilfe für Jugendliche bis 23 Jahre vollständig gratis"
Gesundheitsminister Vandenbroucke sagte, dass dies z.B. zudem für Jugendliche mit Essstörung auch möglich sein wird. Hier kosten die Betroffenen Gespräche mit Diätberatern ebenfalls nichts mehr ab Februar 2024.
Das Vandenbroucke diese Ankündigungen im Rahmen der „Wärmsten Woche“ machte, ist kein Zufall, denn die jährliche Solidaritätsaktion der VRT-Radiosender Studio Brussel und MNM hat sich diesmal das Thema „Sorglos aufwachsen“ ausgesucht.
Und dieses Thema liegt dem Minister am Herzen: „Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche über ihre Probleme sprechen können und, dass diese Probleme auch schnell angegangen werden. Wenn es sein muss, dann muss das über Menschen laufen, die sich professionell damit auseinandersetzen.“
Aus diesem Grunde wird das Angebot mit psychologischer Hilfe für junge Menschen ab Februar 2024 vollständig gratis: „Konkret werden Jugendliche, die Hilfe brauchen, kostenlos individuell oder in einer Gruppe mit ausgebildeten klinischen Psychologen oder Pädagogen sprechen können.“
Das wird bei bis zu 20 Gesprächen auf Jahresbasis möglich werden. Der entsprechende Gesetzesvorschlag wird derzeit von Versicherungsausschuss des Landesinstituts für Kranken- und Invalidenversicherung (RIZIV/INAMI/LIKIV) besprochen. Gesundheitsminister Vandenbroucke will auch, dass die Familien der betroffenen jungen Leute mit in die Therapien einbezogen werden.
