Rund 40 % der in Belgien lebenden Bürger haben derzeit Schwierigkeiten damit, finanziell rund zu kommen. Dies ist aus einer alle drei Monate durchgeführten Befragung durch das staatliche Statistikamt Statbel ersichtlich. Das Institut hat in den vergangenen zwei Jahren in jedem Quartal 5.000 Bürger zwischen 16 und 74 Jahren zu ihrer finanziellen Situation befragt.
Etwa vier von 10 Belgiern haben es derzeit schwer, über die Runden zu kommen
Im dritten Quartal dieses bald zu Ende gehenden Jahres gaben 40,3 % der Befragten zu verstehen, dass sie Probleme damit haben, finanziell am Ende des Monats rund zu kommen. Das sind bedeutend mehr Betroffene als noch vor 2 Jahren. Damals, beim Start dieser Langzeiterhebung von Statbel, hatten 36 % der Befragten Schwierigkeiten damit, finanziell auszukommen.
Allerdings liegen diese 40,3 % deutlich unter den 47 % im vergangenen Jahr, beim Höhepunkt von Inflation und Energiekrise. Seit dem hat sich die Situation deutlich verbessert und sich in den jüngsten Messungen stabilisiert.
Regionale Unterschiede
Allerdings liegen noch stets regionale Unterschiede vor. Während in Flandern etwa 34 % der Bürger monatlich nicht wirklich rund kommen, liegt dieser Wert in der Wallonie und in der Brüsseler Hauptstadt-Region jeweils bei 49 %.
Gesellschaftliche Unterschiede
Und letztendlich sind in dieser Frage auch bestimmte Personengruppen und -kategorien deutlicher von Armut und finanziellen Problemen betroffen, als andere. Für einige gesellschaftliche Gruppen stabilisiert sich die finanzielle Lage weiterhin überhaupt nicht.
66,5 % der Personen mit den niedrigsten Einkommen in Belgien hatten es auch im dritten Quartal 2023 schwer, sich finanziell aufzustellen. Das entspricht nur einer leichten Verbesserung gegenüber dem Anfang des laufenden Jahres (68,7 %) und ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Beginn der Erhebungen vor 2 Jahren (55,2%).
