Aus der wöchentlichen Analyse von Abwässern durch das staatliche medizinische Wissenschaftsinstitut Sciensano ist ersichtlich, dass das Coronavirus Covid-19, bzw. dessen aktuelle Variante JN.1, wieder stärker in Belgien anwesend ist. An einigen Kläranlagen wurden zuletzt hohe bis sehr hohe Corona-Konzentrationen in den Abwässern gemessen.
Corona in Belgien: Aus Abwasseranalysen ist ersichtlich, dass das Virus wieder verstärkt zirkuliert
Virologen in Belgien sprechen bereits von einer neuen Coronawelle, der 12. Welle dieser Art in unserem Land seit 2020 - die auch die zweitheftigste Welle sein soll. Doch damals, während der ersten Welle, gab es noch keine Impfstoffe und Behandlungsmöglichkeiten und das Virus konnte quasi auch hierzulande ungestört sein Unwesen treiben.
Inzwischen gibt es Impfstoffe und durch zahlreiche Coronaerkrankungen in den letzten Jahren liegt auch eine große „Herdenimmunität“ vor. Und dies hat inzwischen günstige Folgen, so der bekannte flämische Virologe Marc Van Ranst gegenüber VRT NWS, aber „es ist mit Sicherheit nicht schlecht, sich gegen eine Ansteckung zu schützen. Wir können noch immer nicht viel gegen Long-Covid unternehmen und jedes Mal, wenn man sich ansteckt, riskiert man, an einer langwierigen Form von Corona zu erkranken.“
Das bedeutet im Grunde, dass das Schutzniveau auf Bevölkerungsebene viel besser geworden ist und dass wesentlich weniger Menschen erkranken, als das früher bei einer solchen Entwicklung der Fall gewesen wäre.
Es steht den Weihnachts- und Neujahrsfeierlichkeiten 2023/2024 im Familienkreis also nichts im Wege. Doch wer sich krank fühlen sollte, der bleibt besser zu Hause und vermeidet am besten zu viele Kontakte z.B. mit Risikopatienten. Ein bisschen frische Luft in den Räumen, in denen dann gefeiert wird, kann laut den Virologen auch nicht schaden.
