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Belgiens Armeechef Admiral Michel Hofman

Belgiens Armeechef Admiral Hofman warnt Europa vor einem Krieg mit Russland

Admiral Michel Hofman (Foto), der Stabschef der belgischen Armee, warnte im Rahmen seines Besuchs bei den Soldaten unseres Landes in Rumänien vor einem Krieg mit den Russen: „Europa muss sich dringend darauf vorbereiten und deutlich machen, dass es sich verteidigen kann.“ Hinweise auf eine solche Möglichkeit sieht Admiral Hofman auch darin, dass Russlands Präsident Putin sein Land auf eine Kriegswirtschaft umgeschaltet hat.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Armeechef Hofman stellt fest, dass Russland weitgehend auf Kriegswirtschaft umgeschaltet hat, denn es werden dort vermehrt Waffen und Munition produziert. Präsident Putin scheint sich auf mehr vorzubereiten, als „nur“ auf den Krieg mit der Ukraine. Und er droht weiter.

Zwar drohe er Europa nicht direkt mit Krieg, so VRT-Verteidigungsspezialist Jens Franssen dazu, doch „er droht den baltischen Staaten und er droht Moldawien. Wir können also nicht ausschließen, dass Russland innerhalb von 4 oder 5 Jahren eine neue Front eröffnen wird.“ 

Die Sprache des Kremls und von Präsident Wladimir Putin ist immer doppeldeutig.“

Belgiens Armeechef Admiral Michel Hofman

Admiral Hofman besucht in diesen Tagen die belgischen Einheiten, die im Rahmen eines internationalen Auftrags in Rumänien die Ostgrenze der Nato bewachen. Der Armeechef sagte gegenüber VRT NWS, dass man sich Sorgen über die Russen machen müsse: „Die Sprache des Kremls und von Präsident Wladimir Putin ist immer doppeldeutig. Es ist absolut nicht ausgeschlossen, dass sie dort später noch andere Ideen bekommen, entweder in Richtung Süden in Moldawien oder in Richtung des Baltikums.“

Dass Russland aktuell durch den Krieg in der Ukraine geschwächt scheint, ist für Hofman nur eine befristete Situation: „Sie haben bereits gezeigt, dass sie den Willen haben, einen Nachbarn anzugreifen. Wir müssen alles dafür tun, dass wir eventuell dazu bereit sind, einen Gegenangriff zu starten.“ 

Warum Moldawien oder die baltischen Staaten?

Moldawien grenzt an die Ukraine und ein Teil dieses Landes, die Region Transnistrien, ist bereits von Russland besetzt. In Moldawien macht man sich schon länger Sorgen darüber, dass das Land ein nächstes Ziel für die Russen sein kann. Die aktuelle pro-westliche Regierung sucht denn auch eine Annäherung an die Europäische Union und an die Nato.

Auch in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen macht man sich Sorgen vor dem, was man im Kreml in Moskau so alles ausheckt. Diese drei Länder sind EU-Mitglieder und gehören bereits zur Nato. Das sorgt für ein bisschen abschreckende Sicherheit, denn ein Angriff auf diese an Russland grenzende Staaten wäre ein Angriff auf die gesamte Nato und dann würde der Bündnisvertrag greifen. 

Die belgische Armee wird im kommenden Jahr 150 Soldaten in Litauen stationieren, um auch dort im internationalen Verband eine Nato-Außengrenze zu bewachen. In den kommenden Jahren werden pro Jahr rund 1.000 Soldaten aus unserem Land an solchen Auslandsmissionen für Nato oder EU teilnehmen, wie Bundesverteidigungsministerin Ludivine Dedonder (PS) ankündigte.  

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