Die diesjährige VRT-Spendenaktion „Wärmste Woche“ hat ein ganz besonderes Thema ausgewählt, denn es geht hier unter dem Motto „Sorglos aufwachsen“ um Kinder, die eben nicht unbesorgt durchs Leben gehen müssen. Mit dem Geld, das während der „Wärmsten Woche“ durch Spenden gesammelt wird, werden Projekte gefördert und unterstützt, die sich mit Kindern und Jugendlichen in Flandern und Brüssel, die in prekären Situationen aufwachsen, beschäftigen.
Startschuss für die "Wärmste Woche", die jährliche Solidaritätsaktion der VRT-Radiosender Studio Brussel und MNM
In den letzten Jahren steigt die Nachfrage nach substanzieller Hilfe für Kinder und Jugendliche in Flandern und Brüssel, die in schwierigen Situationen zuhause aufwachsen müssen oder die mit psychischen Problemen kämpfen. 2022 gab es rund 40 % mehr entsprechende Anfragen und Anträge als noch vor 5 Jahren und bei Mädchen und jungen Frauen zwischen 12 und 18 Jahren stieg die Zahl der Hilferufe in diesem Zeitraum sogar um 70 %.
Die flämische Meldestelle für Kinder und Jugendliche in Krisensituationen „Crisismeldpunt“ versucht immer zu helfen, doch in zwei Dritteln der Fälle konnte weder eine adäquate Begleitung, noch eine Aufnahmestelle angeboten werden, weil es einfach nicht genügend Plätze gibt. Ziel der „Wärmsten Woche“ ist, zum einen auf diese Situation aufmerksam zu machen und zum anderen so viel wie möglich Geld zu sammeln, um Projekte für Kinder und Jugendliche in Schwierigkeiten zu fördern.
Es gibt viele förderungswürdige Projekte in Flandern:
Vereinigungen, die Familien in Armut helfen und die dafür sorgen, dass sie auch einmal in Ferien fahren können
Vereinigungen, die für Kinder und Jugendliche mit mentalen Problemen Ferienlager organisieren
Tanzgruppen oder Musikverbände, die Kurse für Kinder mit Autismus oder Downsyndrom geben
Projekte, die traumatisierten jungen Leuten helfen und begleiten
Insgesamt betreuen die „Wärmste Woche“ und die soziale König Baudouin-Stiftung dieses Jahr 287 entsprechende Projekte. Spenden kann man, in dem man eine der zahllosen Initiativen unterstützt, die sich an der Aktion beteiligen und die auf die eine oder andere Weise versuchen, Spenden einzutreiben. Aber auch, in dem man sich z.B. bei den VRT-Radiosendern Studio Brussel und MNM durch einen Obolus Musikstücke wünscht. Infos dazu bietet die Webseite der „Wärmsten Woche“ (in niederländischer Sprache).
Das Zentrum der „Wärmsten Woche“ ist dieses Jahr in Brügge, von wo aus zwischen heute (Montag, 18. Dezember) und dem Heiligen Abend eine Non-Stop-Radiosendung ausgestrahlt und wo in diesem Zeitraum zahlreiche Livekonzerte von nationalen und internationalen Bands und Musikern stattfinden. Das Projekt der „Wärmsten Woche“ ist gemeinsam mit dem Projekt Serious Request von NPO 3FM in den Niederlanden Vorläufer von zahlreichen entsprechenden Initiativen, wie z.B. „Viva for Life“ der frankophonen Kollegen der RTBF oder „Der Sektor hilft“ des WDR.
