Zum Hauptinhalt springen

Luxuriöser Palais Stoclet von Josef Hoffmann in Brüssel jetzt virtuell zu erkunden

Dank einer digitalen Rekonstruktion können Besucherinnen und Besucher der Königlichen Museen Museum für Kunst und Geschichte zum ersten Mal den prachtvollen Palais Stoclet in Brüssel besuchen und zwar virtuell. Der Stadtpalast gehört seit 2009 zum UNESCO-Welterbe, war aber noch für die Öffentlichkeit zu besichtigen.

Martina Luxen Belga
Veröffentlicht:

Ein Expertenteam benötigte fast zwei Jahre, um die virtuelle Tour anhand von Archiven und einer architektonischen Analyse der Räume fertigzustellen.

Die Erben des Palais Stoclet waren ursprünglich nicht mit dem Projekt einverstanden gewesen.

"Ich bin sehr froh, dass wir uns mit den Erben einigen konnten und diese wissenschaftliche 3D-Rekonstruktion durch urban.brussels und die ULB jetzt Teil der Ausstellung über den Architekten Josef Hoffmann ist", sagte Ans Persoons (sozialdemokratische Partei Vooruit.brussels), Staatssekretärin für Kulturerbe.

ANSEHEN

Der belgische Bankier und Kunstsammler Adolphe Stoclet hatte um die vorige Jahrhundertwende den österreichischen Architekten Josef Hoffmann mit dem Bau seiner Stadtvilla an der Tervurenlaan in Brüssel beauftragt. Er ließ Hoffmann freie Hand bei der Gestaltung. Und dieser entwarf ein Gesamtkunstwerkt, erbaut zwischen 1906 und 1911. Die Außenfassade ist ganz mit Marmor verkleidet, ein Turm mit Bronzestatuen. Die Wandfriese im Speisesaal wurde von Gustav Klimt erschaffen.

Nach dem Tod von Anny Stoclet, der Schwiegertochter des ursprünglichen Bauherrn, im Jahr 2002 stand die Villa leer. Das Haus ist nach wie vor im Privatbesitz der Familie Stoclet und kann daher nicht frei besichtigt werden.

Die 3D-Führung wird im Museum für Kunst und Geschichte in der Retrospektive "Josef Hoffman - im Bann der Schönheit" zu sehen. Die Ausstellung beleuchtet die Arbeit des Wiener Architekten, der das Palais Stoclet entworfen hat.

Es ist das erste Mal, dass die breite Öffentlichkeit dieses einzigartige Haus von innen bewundern kann, betonte die Staatssekretärin für das Kulturerbe: "Dies ist ein wichtiger Schritt in unseren Bemühungen, das außergewöhnliche Erbe unserer Region für alle zugänglich zu machen."

Die Ausstellung kam dank der Zusammenarbeit zwischen urban.brussels, ULB - Faculté d'Architecture La Cambre und dem Museum für Kunst und Geschichte zustande. Sie wurde im Rahmen des Jugendstiljahres Brüssel 2023 und des belgischen Ratsvorsitzes der Europäischen Union, der im Januar beginnt, erstellt.

Die Ausstellung ist im Museum für Kunst und Geschichte zu sehen und läuft bis zum 14. April 2024.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5