Der Radsportler Remco Evenepoel ist am gestrigen Sonntag bei der jährlichen Sportgala zum Sportler des Jahres gekürt worden. Er gewinnt den Titel bereits zum dritten Mal. Die Radsportlerin Lotte Kopecky wurde zum ersten Mal zur Sportlerin des Jahres gekürt. Sie ist die erste Frau, die im Radsport diesen Titel holt. Emma Meesseman belegte den zweiten Platz, wurde aber mit den Belgian Cats, der belgischen Basketballnationalmannschaft der Frauen, zur Mannschaft des Jahres gewählt.
Noch nie war in Belgien eine Radfahrerin zur Sportlerin des Jahres gewählt worden, aber nach dem bärenstarken Jahr von Lotte Kopecky war es unausweichlich, dass sie auch diese Wahl gewinnen würde.
Kopecky hatte mit Basketprofi Emma Meesseman eine starke Konkurrentin, die sowohl bei ihrem Verein Fenerbahçe als auch bei den Belgian Cats stets zu den Besten gehörte.
Die Sportlerin des Jahres 2020 hat jedoch mit den Cats selbst einen Preis gewonnen. Auch das war eine logische Krönung nach dem Europameistertitel. Außerdem wurde Nationaltrainer Rachid Meziane zum Trainer des Jahres gewählt.
Der Radsport belegte auch bei den Männern Platz 1. Remco Evenepoel gelang es, zum dritten Mal in seiner Karriere Sportler des Jahres zu werden, und das mit nur 23 Jahren.
Evenepoel wurde 2023 erneut Weltmeister, dieses Mal allerdings im Zeitfahren. Er gewann auch Lüttich-Bastogne-Lüttich wie 2022 und holte eine ganze Reihe von Etappensiegen bei der Giro und der Vuelta, auch wenn eine Top-Platzierung diesmal nicht drin war (auch wegen Corona).
Evenepoel wurde in Izegem auch belgischer Straßenmeister, der Zweitplatzierte des Tages, Alec Segaert, wurde heute Abend zum Hoffnungsträger des Jahres gewählt. Segaert gewann außerdem Silber bei den Weltmeisterschaften im Zeitfahren für U23-Fahrer und Gold bei den Europameisterschaften.
Auf der Ehrungsliste der Paralympioniken des Jahres steht mit Maxime Carabin ein neuer Name. Carabin wurde Weltmeister in der Rollstuhl-Leichtathletik. Im Rennen über 400 Meter stellte er zudem einen Weltrekord auf.
Ein Sonderpreis war schließlich für Jolien Boumkwo reserviert. Die Kugelstoßerin opferte sich bei der Europameisterschaft als Ersatz für eine verletzte Hürdenläuferin auf und verhalf Belgien zu zwei wertvollen Punkten im Abstiegskampf. Boumkwo erhält dafür den Preis der Jury.
