Am frühen Donnerstagmorgen ist der erste Teil der belgischen Nothilfe für die Bevölkerung nach Gaza auf den Weg gebracht worden. Am Flughafen Ostende startete eine Maschine in Richtung Ägypten mit Hilfsgütern. Dabei handelt es sich u.a. um Schlafsäcke und um medizinische Hilfe, die das Katastrophen- und Interventionsteam B-FAST nach Gaza schickt.
Beim Start der Maschine war auch Belgiens Staatssekretärin für Entwicklungs-Zusammenarbeit, Caroline Gennez (Vooruit) am Flughafen zugegen. Sie forderte einmal mehr einen permanenten Waffenstillstand im Gazastreifen und rief Israel dazu auf, mehr humanitäre Hilfe zuzulassen: „Das wichtigste ist, dass die Hilfsgüter bei den Menschen in Not ankommen und das ist leider in diesem Augenblick jeder im Gazastreifen. 1,8 Millionen Menschen in Gaza sind derzeit auf der Flucht und sitzen im Süden fest.“
Die Hilfsgüter aus Belgien werden in Ägypten dem Roten Kreuz und dem Norwegian Refugee Council übergeben. Die Hilfsgüter können die Betroffenen dann erreichen, wenn der Grenzübergang in Rafah geöffnet wird. Teil der Lieferung aus Belgien sind Winterzelte und Schlafsäcke, so Staatssekretärin Gennez: „Damit die Menschen zur Not auch auf der Straße schlafen können.“ Hinzukommen noch medizinische Produkte und Hygienepakete.
In der kommenden Woche wird ein zweites Flugzeug mit Hilfsgütern aus Belgien in die Krisenregion fliegen, doch diese Hilfe sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, so Gennez weiter: „Natürlich deckt man damit nur einen kleinen Teil der Nöte, die dort momentan gigantisch sind. Es herrscht ein großer Mangel an Basis-Notwendigkeiten, wie Wasser und Nahrung.“
