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Der letzte Kiosk: Ein Stück Geschichte verschwindet aus Brüssel

Zum Jahreswechsel verschwindet der letzte Brüsseler Zeitungskiosk

Der letzte typische Brüsseler Zeitungskiosk, der noch geöffnet ist, wird ab dem 1. Januar 2024 ebenfalls geschlossen. Grund dafür ist, dass der jetzige Betreiber nach 38 Jahre in Rente geht und dass es für ihn keinen Nachfolger gibt. Das bedeutet, dass der Kiosk an der Gulden-Vlieslaan bald Geschichte ist und damit verschwindet auch eine weitere kleine Tradition aus der belgischen Hauptstadt.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In den letzten Jahren haben immer mehr Betreiber in Brüssel ihre Kioske aufgegeben, weil ihnen entweder der Vertrag gekündigt wurde oder weil sie schlicht und einfach zu wenig Umsatz hatten. Der Kiosk am Kreisverkehr Gulden-Vlieslaan und Louiza ist der letzte Kiosk seiner Art. Insgesamt gab es in ganz Brüssel einmal 52 dieser kleinen grünen Kioske.

Jetzt wird dort der letzte Kiosk seiner Art in der belgischen Hauptstadt aufgegeben, denn Paul, der letzte Betreiber, gibt nach 38 Jahren auf und geht in Pension. Für ihn konnte das Unternehmen AMP s.a. keinen Nachfolger finden, wie Brüssels Stadtverordneter für Wirtschaft, Fabian Maingain (DéFi) nach einem entsprechenden Bericht der frankophonen Tageszeitung La Capitale bestätigte: „Das Unternehmen, dass den Kiosk besitzt, findet keine Betreiber mehr. Darum wünscht man sich bei AMP, die Übereinkunft mit der Stadt Brüssel zu beenden.“

Mit neuen Zeitungskiosken brauchen die Brüsseler wohl nicht mehr zu rechnen, denn Maingain geht gegenüber der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ davon aus, dass dieses Thema Geschichte ist: „Wir haben 2018 noch zwei Angebote für zwei Kioske lanciert. Für einen am Jean Reyplein und für einen am Agoraplein. Doch es gab nur eine Kandidatur und das war AMP s.a. Die Kioske sind aber niemals eröffnet worden, weil es dem Betreiber nicht gelang, Personal zu finden.“   

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