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Ein Krokus auf der Fließweide von Lommel

Kommt auch in Flandern vor: Die Unesco ernennt traditionelle Wiesen-Bewässerung zu Kulturerbe

Die Traditionelle Wiesenbewässerung ist von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit ernannt worden. Bei dieser Form der Bewässerung wird Wasser aus Flüssen und Kanälen mit Hilfe der Schwerkraft auf landwirtschaftliche Flächen wie Felder und Wiesen geleitet. Auch im belgischen Bundesland Flandern kommt dieses hier „witteren“ genannte System der Fließweiden zur Anwendung und zwar nur noch in Lommel in der Provinz Limburg. 

Andreas Kockartz
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Bei der Traditionellen Bewässerung werden vorübergehend kleine Gräben ausgehoben oder es wird Wasser aufgestaut, um künstliche Überläufe zu schaffen. Diese nachhaltige Form der Wasserversorgung dient laut der Unesco dazu, trockene Gebiete zu kultivieren. Neben dem landwirtschaftlichen Nutzen habe die umweltfreundliche und nachhaltige Technik auch positive Auswirkungen auf die Biodiversität.

(Lesen Sie bitte unter dem Video der Unesco weiter)

Bei diesem seit Jahrhunderten angewandten System wird auf die Schwerkraft und auf die natürliche Strömung des Wassers gesetzt und Pumpen werden dabei nicht genutzt. In Lommel in der flämischen Provinz Limburg wird dieses Bewässerungssystem in „De Grote Watering“ in Lommel-Kolonie genutzt. Betrieben wird dieses 2 Hektar große und in Flandern einmalige Biotop von der lokalen Gruppe des flämischen Naturschutzverbandes, von  Naturpunkt Lommel, genutzt und vor der Vergessenheit bewahrt.

Das ist eine fantastische Krönung für unsere Ehrenamtlichen. Nach einer Anstrengung von 45 Jahren, um die Fließweiden zu betreiben und die Technik zu bewahren, ist die Zukunft jetzt gesichert.“

Luc Winters, Naturpunkt Lommel

Luc Winters, der Vorsitzende der Gruppe, sagte gegenüber VRT NWS: „Das ist eine fantastische Krönung für unsere Ehrenamtlichen. Nach einer Anstrengung von 45 Jahren, um die Fließweiden zu betreiben und die Technik zu bewahren, ist die Zukunft jetzt gesichert.“ In „De Grote Watering“, die Naturpunkt 1975 von der Stadt Lommel erwarb, wird mit Wasser aus dem Kanal Bocholt-Herentals gearbeitet. In diesem Gelände gedeihen rund 200 Pflanzen, die größtenteils nur noch hier vorkommen.  

Neben Belgien hatten auch Deutschland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich und die Schweiz einen Antrag bei der Unesco eingereicht, um diese traditionelle Art der Bewässerung ins Kulturerbe der Menschheit aufzunehmen. Der Unesco-Ausschuss für das immaterielle Kulturerbe tagt noch bis 9. Dezember in Kasane im afrikanischen Botswana.

Auf den Fließweiden von Lommel

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