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Schloss Horst in all seiner Pracht

Statische Probleme im Boden: Schloss Horst in Holsbeek droht zu versacken

Schloss Horst, ein Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, das unter anderem durch den Comic-Helden „Der Rote Ritter“ bekannt ist, versinkt langsam im Boden. Wenn nicht bald etwas unternommen wird, drohen Teile des Schlosses wegzubrechen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In Holsbeek in der Provinz Flämisch-Brabant haben an diesem Dienstag notwendige Arbeiten am Fundament des Schlosses aus dem 15. Jahrhundert begonnen, die verhindern sollen, dass das Gebäude erhalten bleiben kann.

Das Schloss ist von Wasser umgeben und die Fundamente haben inzwischen gelitten und halten durch die Feuchtigkeit nicht mehr lange stand. Um dem Wasserschloss eine Zukunft geben zu können, muss quasi ein vollständig neues Fundament angelegt werden.

Die rund 400 Jahre, in denen Schloss Horst im Wasser steht, fordern ihren Tribut. Inzwischen greift das Wasser das alte Fundament derartig an, dass das Gebäude - und besonders einer der Türme - sacken und zwar um rund 2 Millimeter pro Jahr.

Seit Kurzem aber beschleunigt sich dieser Prozess und es ist an der Zeit, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das beliebte Wasserschloss ist im Besitz der Flämischen Gemeinschaft, die diese äußerst notwendigen Eingriffe auch finanziert.

ANSEHEN

Das Rettungsprojekt erfordert, dass rundum unter dem natürlich denkmalgeschützten Gebäude rohrförmige Fugen von 60 Zentimetern eingelassen werden, die mit Mörtel gefüllt sind. Dies soll dafür sorgen, dass Schloss Horst auf diesen unterirdischen Pfählen wieder festen Untergrund findet und den Unbilden des Wasser standhalten kann.

Letztendlich werden die Restaurierungsarbeiten an diesem Standort noch Jahre in Anspruch nehmen. Die flämische Vereinigung Herita, die die historischen Gebäude Flanderns verwaltet und koordiniert, ist dabei, einen Fonds einzurichten, über den Schloss Horst und 14 weitere bedrohte architektonische Denkmäler gerettet werden sollen.

Dabei werden auch Unternehmen angesprochen. Man rechnet hier auch mit der tatkräftigen Unterstützung von ehrenamtlichen Denkmalschützern, damit flämisches Kulturerbe erhalten bleiben kann. 

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