Nach den Bombendrohungen gegen 27 französischsprachige Schulen in der Brüsseler Region und in Wallonisch-Brabant konnte am Dienstag Entwarnung gegeben werden. Der Schulbetrieb wurde am Morgen wieder aufgenommen. Inzwischen wurde in Marokko ein Verdächtiger festgenommen.
Nach den Bombendrohungen: Schulen wieder offen, Verdächtiger festgenommen
Am Montag mussten 27 Schulen in Brüssel und Wallonisch-Brabant geschlossen bleiben, nach dem Bombendrohungen und Lösegeldforderungen eingegangen waren. Etwa 10.000 Schulkinder musste zuhause bleiben.
Die Polizei durchkämmte mit Spürhunden die Schulen (Video), denn diese Drohungen wurden sehr ernst gekommen, konnte jedoch nichts finden. Auch durch die Emails, die der Täter versendet hatte, konnte ihn die belgische Bundespolizei rasch identifizieren.
Der Verdächtige konnte in Marokko ausgemacht werden. Dort nahm ihn die Polizei im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens fest. Belgien stellte bereits Auslieferungsantrag.
Der Mann ist offenbar ein ehemaliger Schüler, der auf einigen dieser Schulen in der Klasse gesessen hat. Sicher ist, dass der Verdächtige kein terroristisches Motiv hatte, so die Bundesstaatsanwaltschaft gegenüber VRT NWS. Am Dienstagnachmittag wurde bekannt, dass der Täter bei einem Verhör gestanden hat.
