Die neuen belgischen Staatsbons, die ab dem kommenden Donnerstag, 30. November, gezeichnet werden können, bringen weniger ein, wie das Bundesfinanzministerium bekanntgab. Ein Staatsbon mit einer Laufzeit von 5 Jahren wirft einen Nettogewinn von 1,82 % ab. Staatsbons mit 8 Jahren Laufzeit bringen netto 2,03 % ein.
Das ist deutlich weniger, wie die letzte Form der belgischen Staatsbond, die vor allem durch ihre steuerlichen Vorteile schon nach einem Jahr 2,81 % Nettogewinn abwarfen und die damit die erfolgreichsten Staatsbons in der belgischen Finanzgeschichte waren.
Solche fiskalen Bedingungen bieten die neuen Staatsbons nicht. Sie sind denn auch als Alternative zum klassischen Sparbuch oder Sparkonto nicht wirklich interessant. Inzwischen bieten Sparbücher in Belgien auch ohne steuerliche Vergünstigungen schon wieder Zinsen von 2 % oder mehr.
Das ist unter anderem der Fall bei den Treue-Sparkonten bei der Belfius-Bank, bei den sogenannten MeDirect-Konten, die sogar 2,8 % Zinsen bieten, so Finanzbeobachter in unserem Land. Von dieser Seite her werden die neuen Staatsbons nur dann als interessant gewertet, wenn man langfristig anlegt, sprich mit Papieren mit 8 Jahren Laufzeit.
Das bedeutet, dass der Zinssatz festliegt. Sinken die Zinsen im Laufe der Zeit wieder, ist man damit etwas mehr auf der sicheren Seite.
