Am 21. November vor 125 Jahren kam der surrealistische belgische Maler René Magritte zur Welt. Neben dem großen Magritte-Museum am Kunstberg in Brüssel lockt die belgische Hauptstadt aber auch mit einem anderen Museum, das sich dem Leben und dem Werk des Malers widmet. Und das ist das Magritte-Haus in Jette, zu dem auch das benachbarte Museum für Abstrakte Kunst gehört.
Das Magritte-Museum in Jette befindet sich in dem Haus, in dem der berühmte belgische Maler zwischen 1930 und 1954 während 24 Jahren gelebt und gearbeitet hat. René Magritte und seine Frau Georgette wohnten in dem Haus in der Esseghemstraat in der Parterre-Wohnung.
Gleich hinter der Wohnung baute Magritte 1932 im Garten des Hauses ein Atelier, Studio Dongo genannt. Hier produzierte er vor allem die Entwürfe für seine späteren Gemälde. Wirklich gemalt wurde aber im Speisezimmer der Wohnung. Hier hat Magritte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die meisten seiner berühmten Gemälde produziert.
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Inzwischen widmet sich das ganze Haus dem Leben und Wirken Magrittes. Auf mehreren Etagen sind zahlreiche Zeichnungen und Entwürfe von ihm zu sehen und auch Reproduktionen von Werken, die entweder in den 1930er Jahren verschwanden oder die während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurden. Die gesamte Sammlung ist im Besitz der Magritte-Stiftung. Interessant ist, dass dort nicht genannt wird, wer in den 1980er Jahren und in den Jahren danach bis in die 2000er Jahre hinein diese Reproduktionen gefertigt hat. Diesen Schuh will sich wohl niemand anziehen.
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Abstrakte Kunst
In der Esseghemstraat 135 in Jette befand sich aber auch das Hauptquartier der belgischen Surrealisten, die sich dort vor allem an Samstagabenden versammelten und die dort auch zahlreiche Ausstellungen und Kunsthappenings organisierten.
Vielleicht liegt es an dieser Magie und an dieser Aura, dass sich im Magritte-Haus und im sich unmittelbar daneben befindlichen Gebäude heute auch das Museum für Abstrakte Kunst befindet. Beide Häuser sind inzwischen sogar miteinander verbunden.
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Dieses Museum zeigt vor allem abstrakte Kunst von belgischen Künstlern. Die Sammlung des Hauses umfasst derzeit etwa 750 Werke, von denen etwa ein Drittel ausgestellt wirde. Diese Meisterwerke hängen aber nicht permanent dort, sondern werden regelmäßig ausgetauscht, was möglich macht, dieses Museum mehrmals zu besuchen.
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Im ersten und im dritten Stock zeigt das Museum für abstrakte Kunst in erster Linie Werke der zweiten Generation der Künstler dieser Stilrichtungen, also Gemälde, die zwischen 1950 und 1980 entstanden. Darunter sind auch Gemälde von u.a. Pierre Alechinsky, Pol Bury, Gaston Bertrand, Roger Raveel, Roger Dudant (Werk Foto oben) oder Jan Saverys. Hier ist die Bandbreite sehr groß und umfasst sowohl eher lyrische Arbeiten, als auch geometrische Werke bis hin zu Plänen und Modellen von Gebäuden, wie z.B. des Architekten Josef Diongre, der auch das ehemalige Rundfunkzentrum und heutige Kulturhaus Flagey entworfen hat.
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Dieses Wohnhaus wurde von Josef Diongre entworfen, befindet sich aber leider nicht in bestem Zustand (Foto oben). Es ist fußläufig nur wenige Minuten von Magritte-Haus in Jettz entfernt.
Im zweiten Stock ist die Zeit der ersten Generation der Abstrakten in Belgien zu sehen, die in den 1920er Jahren aktiv waren, wie z.B. Werke von z.B. Victor Servanckx, Jules Schmalzigaug, Georges Vantongerloo, Jozef Peeters oder von Pierre-Louis Floquet.
Info: René Magritte Museum und Museum für Abstrakte Kunst, Esseghemstraat 135 und 137, 1090 Brüssel/Jette. www.magrittemuseum.be
