"In den letzten 20 Jahren haben sich 200.000 Menschen bei uns für die Erwachsenenbildung angemeldet, um Niederländisch zu lernen", erklärt Patrick Manghelinckx, der Direktor des Hauses der niederländischen Sprache. "Niederländisch zu sprechen ist wichtig, um in Brüssel einen Arbeitsplatz zu finden, und es sorgt auch dafür, dass Eltern, deren Muttersprache nicht Niederländisch ist, ihre Kinder in der niederländischsprachigen Schule leichter unterstützen und begleiten können."
Brüssel: Haus der niederländischen Sprache feiert 20. Geburtstag
Alle möglichen Nationalitäten klopfen beim Haus der niederländischen Sprache an. "Im Jahr 2022 waren es 120 verschiedene Nationalitäten, vor allem Menschen, die schon eine Weile in Brüssel leben, aber 10 Prozent sind auch echte Neuankömmlinge. Wir sorgen auch dafür, dass die Leute Niederländisch üben können. Deshalb organisieren wir Konversationstische und gehen mit ihnen spazieren, zum Beispiel in ein Museum.“
Vincent Kompany als Aushängeschild
Im Jahr 2018 erlebte das Haus der niederländischen Sprache einen sprunghaften Anstieg des Besucherandrangs. "Das lag an einem Aufruf von Vincent Kompany. Der Fußball-Nationalspieler warb dafür, Niederländisch zu lernen. Das war sehr erfolgreich. Viele Leute haben uns damals kontaktiert. Während der Pandemie war weniger los. Seit Anfang dieses Jahres steigen die Zahlen aber wieder an. Wir haben immer noch etwa 18.000 Besucher pro Jahr. Das Interesse am Niederländischen ist also nach wie vor groß.“
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums blickt das Team auch in die Zukunft. "Wir werden darüber nachdenken, wie wir unsere Rolle verbessern können, denn die Mehrsprachigkeit in Brüssel und im Flämischen Rand, dem Teil Flanderns, der Brüssel umgibt, nimmt zu. Das bedeutet, dass wir vor neuen Herausforderungen stehen", so Manghelinckx.
