Die frankophone Université Libre de Bruxelles (ULB) hat ihr Profil auf der Social-Media-Plattform X (früher Twitter) abgeschaltet. Die Uni kann und will sich den verschiedenen Veränderungen, die Besitzer Elon Musk durchführte, seit er 2022 Twitter übernommen hat, nicht anpassen.
Brüsseler Universität macht ein Kreuz über X wegen der Politik von Elon Musk
Seit diesem Mittwoch ist das X-Profil der frankophonen Freien Universität von Brüssel nicht mehr aktiv. Grund dafür, so die ULB in einer Pressemitteilung, sind die Änderungen, die der Milliardär Musk nach seiner Übernahme von Twitter im vergangenen Jahr eingeführt hatte. Die Uni kritisiert vor allem „die Auflösung der Moderation“ und den „Rückzug von X aus dem europäischen Praxiscode zur Desinformation.“
Die freie Universität ist der Ansicht, dass X zur Verbreitung von falscher Information beiträgt. Überdies herrscht hier die Ansicht, dass es seit diesen Anpassungen durch Elon Musk deutlich mehr Hassbotschaften und unzulässige Gewalt über diese Medienplattform laufen.
Die Anwesenheit der ULB auf X sei mit ihren „humanistischen Werten und ihrer wissenschaftlichen Methode“ nicht mehr zu vereinbaren. Die Universität bleibt allerdings auf LinkedIn, auf Tik Tok und auf Instagramm weiter aktiv und verweist auch auf ihre eigene Webseite.
Die ULB ist nicht die einzige Einrichtung
Die Freie Universität Brüssel ist nicht die einzige internationale Einrichtung, die auf Aktivitäten via X verzichtet. Nach einem antisemitischen Bericht von Elon Musk selber zogen sich u.a. Disney, IBM und die Europäische Kommission zumindest befristet aus X zurück.
Auch einige Werbekunden haben ihre Zusammenarbeit mit X und Musk ausgesetzt. Hinzu kommt noch, dass sich die US-Regierung und die meisten Aktionäre von Tesla von den Aussagen von Elon Musk distanzieren und diese scharf angreifen.
