Der frühere VRT-Radiomoderator Sven Pichal (44, Foto), gegen den wegen des Verdachts auf Besitz und Verbreitung von kinderpornographischen Inhalten im Internet ermittelt wird, darf das Gefängnis verlassen. Ihm wird jedoch eine elektronische Fußfessel zur Überwachung angelegt.
Ex-Radiomoderator Sven Pichal mit elektronischer Fußfessel freigelassen
Sven Pichal war Ende August wegen des Verdachts auf Besitz und Verbreitung von Kinderpornographie festgenommen wurde und saß seitdem in Untersuchungshaft in einer Gefängniszelle. Diese jedoch darf er verlassen, wird jedoch zuhause mittels einer elektronischen Fußfessel überwacht.
Die Ratskammer in Antwerpen beschloss am Montag, dass Pichal mit elektronischer Fußfessel vorläufig aus der U-Haft entlassen werden könne. Darauf hatten dessen Anwälte gedrängt.
Rechtsanwalt Walter Damen sagte dazu, dass sein Mandant „enorme Schuldgefühle“ habe: „Wir müssen mit jemandem arbeiten, der auf dem Rand zum Abgrund stand. Man arbeitet mit einem Menschen, der auch Gute getan hat, jetzt aber im Gefängnis sitzt. Es ist jetzt meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich jemand aus dem Gefängnis heraus wieder in die Gesellschaft integrieren kann. Leider muss man sehen, dass die Budgets für die Begleitung solcher Personen sehr minimal sind."
Die Antwerpener Staatsanwaltschaft akzeptierte die Entscheidung der Ratskammer und legt dagegen keine Berufung ein. Die beiden Mitangeklagten Verdächtigen hingegen, müssen weiter im Gefängnis bleiben.

