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Reste einer karolingischen Festung in Lanaken in Limburg vorläufig unter Schutz gestellt

Die flämischen Behörden haben beschlossen, die Reste einer karolingischen Festung, die kürzlich in Lanaken in der Provinz Limburg freigelegt wurde, als archäologische Anlage unter Schutz zu stellen. Die Festung in römischem Stil galt als Kontrollstandpunkt zwischen in Richtung Maas und dem frühmittelalterlichen Maastricht in der niederländischen Provinz Südlimburg. Nach einer öffentlichen Untersuchung wird die Landesregierung entscheiden, ob die Anlage definitiv unter Denkmalschutz gestellt wird.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Flanderns Denkmalschutz- und Kulturerbe-Minister Matthias Diependaele (N-VA) hat die karolingische Festung vorläufig als archäologische Anlage unter Schutz stellen lassen. Die Festung wurde 2017 im Rahmen einer umfassenden archäologischen Untersuchung eines Gebiets von 30 Hektar Umfang an der Grenze zu den Niederlanden entdeckt, als dort Pläne vorlagen, um großflächig Lehm zu gewinnen.

Seinerzeit wurde lediglich der Rand der Festung ausgegraben und freigelegt. Ein wesentlich größerer Teil dieser karolingischen Anlage wurde unangetastet gelassen und befindet sich wahrscheinlich noch immer dort in der Erde bzw. im Lehm.

Interessant an dieser Anlage ist, dass sie im römischen Stil gebaut wurde. Die Römer haben in Limburg deutliche Spuren hinterlassen und Teile der Region nachhaltig beeinflusst.

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Karel Martel?

Das Fort diente offenbar als Kontrollpunkt für den Verkehr von und zur Maas bzw. ins frühmittelalterliche Maastricht. Diese Anlage gilt als einmalig, denn sie ist eine militärische Einrichtung, wie sie andernorts in Flandern oder in den benachbarten Niederlanden nicht zu finden ist.

Möglicherweise ist das Fort zur Zeit der Regentschaft von Karel Martel (688-741) entstanden, einem fränkischen Hausmeier, der auch militärisch dazu beigetragen hatte, dass die Herrschaft der Merowinger zu Gunsten der Karolinger geschwächt wurde. Damit schuf er auch die Grundlage für das Fränkische Reich seines Enkels, Karl der Große.

Die Anlage ist außergewöhnlich gut erhalten und einmalig in Flandern. Mit der vorläufigen Unterschutzstellung will Flandern verhindern, dass das Fort zerstört oder beschädigt wird. Es ist zudem untersagt, den Boden der Anlage mit Metalldetektoren abzusuchen, damit keine archäologisch wichtigen Fundstücke und Artefakte in dunklen Kanälen verschwinden.  

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