Zum Hauptinhalt springen

Ein tschechisches Bahnunternehmen arbeitet an einem Zug zwischen Belgien und der Slowakei

Die tschechische Eisenbahngesellschaft „Leo Express“ plant eine Bahnverbindung von Ostende aus über Deutschland und Tschechien in die Slowakei. Diese Züge sollen rund 19 Stunden unterwegs sein und auf ihrer Fahrt etwa 50 Zwischenhalte einlegen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Vielleicht ist bald möglich, von Belgien aus in die Slowakei mit dem Zug zu fahren. Die private tschechische Eisenbahngesellschaft „Leo Express“ hat inzwischen ihr Vorhaben beim belgischen Amt für die Regulierung des Bahnverkehrs eingereicht. Der Plan von „Leo Express“ ist, täglich jeweils eine solche Zugverbindung pro Fahrtrichtung einzusetzen.

Die ersten Züge sollen zwischen Ende 2024 und Frühjahr 2025 fahren.

In Belgien soll der „Leo Express“ in Ostende abfahren und in Brügge, Gent, Brüssel, Löwen und Lüttich Zwischenhalte einlegen. Für Deutschland sind Halte in Aachen, Köln, Dortmund, Hannover, Leipzig und Dresden geplant.

Gleich 10 Zwischenstopps sind in Tschechien vorgesehen, z.B. in der Hauptstadt Prag. In der Slowakei soll der „Leo Express“ dann in Kuty und Malacky halten, um danach sein Ziel in der Hauptstadt Bratislava zu erreichen.

Bei dieser Verbindung handelt es sich um einen Zug, der tagsüber fahren soll, also nicht um einen Nacht- oder Schlafwagenzug. Abfahrt soll jeweils in Ostende und Bratislava gegen 6 Uhr am frühen Morgen sein, um abends gegen 1 Uhr am Ziel anzukommen.

Die Distanz zwischen Ostende und der slowakischen Hauptstadt beträgt Luftlinie rund 1.000 Kilometer. Es werden wohl kaum Reisende diese Distanz ganz in diesem Zug zurücklegen, doch angesichts der zahlreichen Zwischenhalte in wichtigen Städten kann „Leo Express“ vielleicht mit Fahrgästen rechnen, die kürzere aber umsteigefreie Verbindungen zwischen einzelnen Metropolen zurücklegen wollen.    

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5