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Inland
Justiz

Interpol-Aktion “Identify Me”: Vor 30 Jahren in Antwerpen ermordete Frau ist eine Britin

Im Juni 1992 wurde in Antwerpen die Leiche einer Frau entdeckt, doch über 30 Jahre lang wurde über deren Identität nichts bekannt. Jetzt aber konnte sie identifiziert werden und zwar im Rahmen der Interpol-Aktion “Identify Me”. Angehörige erkannten die Tätowierung auf deren Arm, deren Foto Interpol veröffentlicht hatte.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die damals 31 Jahre alte Frau ist eines gewaltsamen Todes gestorben. Dies stellte die Antwerpener Polizei bei der Entdeckung ihrer Leiche damals fest. Die Staatsanwaltschaft von Antwerpen lässt jetzt wissen, dass es sich bei der Toten um die Britin Rita Roberts handelt.

Die Frau war 1992 aus ihrer Heimatstadt Cardiff in Wales nach Antwerpen umgezogen. Das letzte Lebenszeichen, dass ihre Familie von ihr hatte, war eine Postkarte, die in Belgien am 6. Mai 1992 abgestempelt wurde. Seither haben sie nichts mehr von ihr gehört. 

Doch im Laufe der Interpol-Aktion „Operation Identify Me“, eine Initiative der belgischen, deutschen und niederländischen Polizei zur Ermittlung der Identität von 22 bisher unbekannten Frauen, die gewaltsam ums Leben kamen, erkannten Angehörige der Frau deren Tätowierung.

Dabei handelte es sich um ein auffälliges Blumenmotiv mit dem Schriftzeichen „R’Nick“. Vor einiger Zeit erhielt die SOKO „Vermisste Personen“ der belgischen Bundespolizei eine E-Mail von ihren britischen Kollegen mit dem Hinweis auf die mögliche Identität der Person.

Die Familie der Frau hat jetzt zumindest ein offizielles Dokument. Rita Roberts ist in Belgien beerdigt worden. Ihre Familie hat ihr Grab inzwischen besuchen können. Jetzt versucht die belgische Polizei, anhand der neuen Sachlage, den Mörder der Frau zu finden. 

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