In der Provinz Westflandern regnet es an diesem Dienstag weiter und das Wetteramt KMI hat die Regenwarnstufe „Code Gelb“ ausgegeben. Glücklicherweise sind die Pegelstände an vielen der betroffenen Orte deutlich gesunken, doch dies ist nicht überall der Fall.
Noch keine Entwarnung im Hochwassergebiet in Westflandern
In und rund Diksmuide an der Ijzer und entlang dieses Flusslaufs steht das Wasser noch immer alarmierend hoch und dort gibt es noch keine Entwarnung. Die Feuerwehr beobachtet die Lage noch stets genau. Erschwerend kommt noch der Sturm hinzu, der am Montagabend mit heftigen Böen zahlreiche Einsätze der Feuerwehr erforderte.
An diesem Dienstag werden weitere Sandsäcke verteilt, um zu verhindern, dass das Wasser der Ijzer über die Dämme und Deiche spült.
In Lo-Renige wurde inzwischen ein Steg gebaut, damit ein vom Hochwasser eingeschlossenes Haus nicht mehr nur mit einem Boot oder mit Anglerstiefeln erreicht werden muss (Video unten). Der Steg, den die Feuerwehr für die betroffene Familie baute, ist etwa 40 Meter lang.
(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter)
Militär liefert Sandsäcke
Soldaten des Lagers von Lombardsijde in Westflandern haben in der vergangenen Nacht rund 90 Tonnen Sandsäcke gefüllt. Das war kein leichtes Unterfangen, denn die Säcke wurden mit der Hand gefüllt, weil die Maschine kaputt war.
Doch den Soldaten aus Lombardsijde standen Kameraden aus der Kaserne von Marche-en-Famenne in den Ardennen zur Seite, die die Armeeführung zur Unterstützung der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten hierher kommandiert hatte. Gemeinsam wurden insgesamt 107 Paletten mit Sandsäcken vorbereitet (Foto unten).
In Lombardsijde hieß es dazu, dass man die Sandsäcke sofort liefere, wenn die Feuerwehr anruft. Damit sollen Häuser geschützt, Dämme gesichert und Gewerbegebiete vor Hochwasser bewahrt werden.

