VIAS, das belgische Institut für Verkehrssicherheit, hat einen 12-Punkte-Plan vorgelegt, mit der die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle in unserem Land gesenkt werden soll. Im vergangenen Jahr verloren 540 Menschen bei Unfällen in Belgien ihr Leben.
Belgiens Institut für Verkehrssicherheit legt Maßnahmenkatalog vor, mit dem die Zahl der Verkehrstoten reduziert werden soll
Jeder dritte Verkehrstote in Belgien war 2022 entweder ein Fußgänger oder ein Radfahrer.
Bis 2030 muss die Zahl der Verkehrstoten laut VIAS auf höchstes 320 gesenkt werden. Dazu legt das Institut einen Maßnahmenkatalog vor, der 12 Punkte umfasst. Dazu gehören mehr Geschwindigkeitskontrollen mit festen oder mobilen Kameras und auch intelligente Kameras, die erkennen, ob Autofahrer am Steuer z.B. mit seinem Mobiltelefon beschäftigt ist und nicht auf den Verkehr achtet.
Ein weiterer Punkt ist, dass VIAS die Einführung eines Punkteführerscheins fordert. Hier ist schon seit Jahren die Rede von und viele Interessenverbände fordern dies ebenfalls. Doch bisher scheiterte dies an der Uneinigkeit auf politischer Ebene.
Karin Genoe, die Geschäftsführerin von VIAS, sagte dazu gegenüber VRT NWS, dass keine der vorgeschlagenen Maßnahmen jemanden, der sich mit Verkehrssicherheit auseinandersetzt, überrascht: „Das sind alles konkrete Maßnahmen, die sofort eingeführt werden können. Es gibt viele gute Intensionen, um diese Maßnahmen einzuführen. Doch es kommt nicht zur Ausführung. Und das ist für uns als Institut für Verkehrssicherheit frustrierend. Wir schauen dabei in der Vergangenheit auf eine Periode von 10 bis 15 Jahren und sagen dazu: ‚Das kann besser gemacht werden.‘“
