Belgiens für die Nordsee zuständiger Minister Paul Van Tigchelt (Open VLD) mit der britischen Ministerin für Maritime Angelegenheiten, Baroness of Norbiton, Charlotte Vere von den Konservativen. Das Abkommen betrifft in erster Linie sogenannte „Green Shipping Corridors“, also Schiffsverkehr mit umweltfreundlicheren Schiffen.
"Green Shipping Corridors": Belgien unterzeichnet Abkommen mit Großbritannien
„Belgien und das Vereinigte Königreich wünschen, gemeinsam auf umweltfreundliche Transportrouten zwischen den britischen und den belgischen Häfen zu setzen“, so Belgiens neuer Justizminister, der auch für die Nordsee zuständig ist: „Unser Land nimmt schon viele Jahre lang eine Vorreiterrolle bei der Verringerung von Schwefel- und Stickstoffemissionen von Schiffen.“ Die britische Ministerin unterstrich ihrerseits die langen und ausgezeichneten Handelsbeziehungen zwischen unseren beiden Ländern.
Eine wichtige Rolle darin werden dabei in Zukunft möglicherweise dabei Schiffsmotoren spielen, die mit Wasserstoff angetrieben werden. Hier leistet die Reederei CMB Pionierarbeit im Antwerpener Hafen. Die Reederei gründete dazu das Unternehmen CMB.TECH und betreibt damit bereits eine Wasserstoff-Tankstation für Schiffe in Antwerpen. Die internationale Schifffahrt ist für 3 % des weltweiten CO₂-Ausstoßes verantwortlich und dagegen will CMB.TECH etwas unternehmen, in dem die Reederei CMB nach und nach wasserstoff-betriebene Schiffe zum Einsatz bringt.
Eine Folge des Klimagipfels von Glasgow
Ende 2021 unterzeichnete Van Tigchelts Vorgänger Vincent Van Quickenborne (Open VLD) im Rahmen des Klimagipfels COP26 in Glasgow die sogenannte „Clydebank Declaration“. Darin engagierte sich Belgien gemeinsam mit 18 weiteren Ländern, für „Green Shipping Corridors“ zu sorgen. Ziel dieser Erklärung war maritime Routen zu schaffen, auf denen mindestens zwei Schiffe unterwegs sein müssen, die vollständig frei von Schadstoffausstoß sind. Bis 2025 sollen weltweit mindestens 6 solcher Transportrouten operationell sein. Eine davon läuft dann zwischen Belgien und Großbritannien, sprich zwischen Antwerpen und einem noch zu bestimmenden britischen Hafen.
Der Antwerpener Hafen, sprich der Fusionshafen mit Zeebrügge, Port of Antwerp-Bruges, ist bereits Teil von Planungen zu „Green Shipping Corridors“ und zwar auf der Linie Montreal in Kanada und Antwerpen. Und der North Sea Port in Gent betreibt bereits seit dem vergangenen Jahr einen solchen Korridor mit dem Hafen von Göteborg in Schweden.
