Kunden der belgischen Warenhauskette Delhaize haben am Donnerstag nicht überall die Produkte finden können, die sie auf ihrem Einkaufszettel hatten. Grund dafür war eine Gewerkschaftsaktion am großen Zentrallager von Delhaize in Zellik in Flämisch-Brabant nordwestlich von Brüssel.
Sozialkonflikt bei Delhaize: Zentrallager in Zellik zeitweise blockiert
In der Nacht zum Donnerstag begann dort eine Blockade. Das bedeutete, dass zeitweise kein einziger LKW mit Neuware für die Filialen im ganzen Land das Zenttallager verlassen konnten.
Im Laufe des Tages wurde diese Blockade zwar beendet, doch nicht alle Warenhäuser konnten zeitig beliefert werden, so dass wohl einige Produkte erst am Freitag wieder in den Regalen der Filialen zu finden sind.
Seit Delhaize Anfang März angekündigte, dass alle 128 noch selbst betriebene Filialen an Franchisenehmer abgeben werden, wütet bei der Warenhauskette ein erbitterter Sozialkonflikt, denn die Gewerkschaften befürchten, dass das Personal danach trotz garantierter Übernahme unter schlechteren Arbeits- und Lohnbedingungen weiterbeschäftigt wird. Sie fordern, dass Delhaize dieses Vorhaben zurückzieht.
Inzwischen aber sind die ersten Delhaize-Märkte, die von selbständigen Betreibern übernommen wurden, eröffnet worden. Die Belegschaft wurde dabei stets zu fast den Bedingungen weiterbeschäftigt, die sie auch unter der Delhaize-Führung hatten.
