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Inland
Justiz

Mechelen: Vier Rollstuhlfahrer verklagten die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn

In Mechelen in der Provinz Antwerpen hat am Dienstagmorgen der Prozess von vier Rollstuhlfahrern gegen die Verkehrsgesellschaft De Lijn begonnen. Die Kläger fühlen sich diskriminiert, weil sie nur selten und mit Problemen oder überhaupt nicht in den Bussen und Bahnen von De Lijn mitfahren können.

Andreas Kockartz
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Als Nebenkläger tritt hier auch Unia auf, das Zentrum für Chancengleichheit in Flandern. Drei der vier Kläger sagten schon am Morgen vor Gericht aus und schilderten ihre Probleme mit De Lijn. Sie fühlen sich von der Nahverkehrsgesellschaft im Stich gelassen. Nicht selten bekommen sie von den Bus- oder Tramfahrern zu hören, dass sie doch bitte auf die nächste Straßenbahn warten sollen. Insgesamt schilderten sie im Zeugenstand rund 20 Fälle, in denen es ihnen unmöglich gemacht wurde, mit öffentlichen Verkehrsmitteln rund um Mechelen mitzufahren.

Die Probleme sind nicht neu, sondern sie sind seit Jahren Teil von Diskussionen. Jetzt aber zogen vier Betroffene vor Gericht, denn die Probleme würden nicht ansatzweise behoben oder in Angriff genommen. Die Anwälte der Kläger und der Nebenkläger fordern von De Lijn eine minimale Dienstleistung für Menschen mit Behinderung und dass das Fahrpersonal der Busse und der Trams in dieser Frage ausgebildet werden. Und es soll bei De Lijn zu einer internen Anlaufstelle für entsprechende Klage kommen.

Bei De Lijn heißt es dazu, dass man sich der Probleme angenommen habe und dass man weder Rollstuhlfahrer, noch andere Personen mit Einschränkung benachteilige oder gar diskriminiere. Von den rund 58.000 Klagen, die bei De Lijn eingegangen seien, hätten „nur“ 599 die Zugänglichkeit von Personen mit Einschränkung betroffen. Ein Urteil wird hier am 5. Dezember erwartet. 

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