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Inland
Justiz

Ab jetzt in Belgien auch stets ein Drogentest für Unfallverursacher

Wer einen Verkehrsunfall verursacht, der muss sich in Belgien in Zukunft neben einer Blutprobe in Sachen Alkohol am Steuer auch einem Drogentest unterziehen. Dies teilen Bundesverkehrsminister Georges Gilkinet (Ecolo) und Bundesjustizminister Paul Van Tigchelt (Open VLD) mit. Bisher waren lediglich Alkoholtests verpflichtend. Drogentests wurden bis jetzt nur verlangt, wenn es Unfallopfer gegeben hat.

Andreas Kockartz Belga
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Das bedeutet, dass Unfallverursacher in Zukunft von der Polizei vor Ort einer Checkliste unterzogen werden. So sollen einige Hinweise überprüft werden, die auf Drogeneinfluss hinweisen können. Die Polizisten werden z.B. die Pupillen kontrollieren, nervöses und möglicherweise unkontrolliertes Verhalten und nicht zuletzt den Geruch im Fahrzeug.

Finden sich entsprechende Hinweise, muss der Fahrer einem Speicheltest unterzogen werden. Ist dieser positiv, zieht die Polizei direkt den Führerschein ein und verhängt ein Fahrverbot. In außergewöhnlichen Fällen kann die Polizei sogar einen Gerichtsarzt oder einen anderen Mediziner herbeirufen, der dem Unfallverursacher dann eine Blutprobe abnimmt.

Autofahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss ist eine der drei häufigsten Unfallursachen neben Ablenkung durch z.B. Handys oder zu hohe Geschwindigkeit, so Verkehrsminister Gilkinet: „Wir müssen alles dafür tun, um die Zahl der Verkehrsopfer zu senken und mehr Drogenkontrollen bei Autofahrern können dazu beitragen.“

Aus Umfragen ist ersichtlich, dass rund 5 % aller Autofahrer zugeben, sich schonmal nach Drogenkonsum ans Steuer gesetzt zu haben. Bei jungen Leuten könnte das etwa jeder siebte Fahrer tun. Drogeneinfluss führt laut Studien zu einem 30 % höheren Risiko, einen Unfall zu verursachen, als nüchtern fahren. 

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