Weitere Ausländer dürfen den Gazastreifen am Grenzübergang Rafah nach Ägypten verlassen. Am Mittwoch befand sich ein Belgier unter denen, die evakuiert wurden. Das ist Matthias Kennes, ein Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen. Nach Angaben von Bundesaußenministerin Hadja Lahbib (MR) warten derzeit noch 175 Landsleute oder Personen mit der doppelten belgisch-palästinensische Staatsbürgerschaft darauf, das Konfliktgebiet verlassen zu können. 8 Personen und ihren Angehörigen gelang am Donnerstag der Gang über die Grenze.
Grenze nach Ägypten: 175 Personen wollen den Gazastreifen in Richtung Belgien verlassen
Möglicherweise können rund 70 von ihnen den Gazastreifen noch am Donnerstag in Richtung Ägypten verlassen. Insgesamt sollen etwa 7.000 Personen mit verschiedenen Nationalitäten den Gazastreifen verlassen können. Diese Evakuierung betrifft nur Ausländer und nicht die rund 2,3 Millionen Palästinenser, die dort leben.
Am Donnerstag konnten 8 Belgier und ihre Angehörigen den Grenzüberang Rafah passieren, so Belgiens Außenministerin Lahbib. 9 weitere Landsleute stehen unmittelbar an der Grenze auf der Seite von Gaza und warten darauf, herübergelassen zu werden, so die Ministerin.
Es sei schwierig, mit den Belgiern in Gaza in Kontakt zu bleiben, sagte Belgiens Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit Caroline Gennez (Voouit) am Morgen gegenüber VRT NWS: „Wir versuchen das weiter. Die, die wollen, können hoffentlich noch heute oder in den kommenden Tagen evakuiert werden. Sie werden dann einige Tage lang in Ägypten untergebracht, um sich zu erholen. Einige von ihnen wollen aber sofort nach Belgien kommen.“
Die flämische Sozialistin Gennez wiederholte ihren Aufruf für einen Waffenstillstand: „Es muss ein humanitärer Korridor für Menschen, die Hilfe brauchen und für Hilfsgüter kommen. Diese Katastrophe wird Stunde um Stunde schlimmer. Es wurden schon 9.000 unschuldige Palästinenser getötet. Das verstößt absolut gegen humanitäres Recht und gegen das Kriegsrecht.“
