Schöner als Weihnachten findet die Käsekennerin den Duft, der ihr um die Nase weht. Und auch andere Käsespezialisten bei den World Cheese Awards in Norwegen schwärmen in höchsten Tönen von einem Käse aus dem westflämischen Jabbeke.
Flämische Käserei in Jabbeke (Westflandern) gewinnt Preise bei den World Cheese Awards
Am Anfang dieser Käsespezialität steht eine Herde schwarzbunter Milchkühe bei Bauer Luc Callemeyn und ihre gute Versorgung: Morgens um 6 Uhr begrüßen wir unsere Kühe und abends, vor dem Schlafen gehen, schauen wir auch noch mal vorbei.
Die Milch von Callemeyns Kühe werden für verschiedenste Käsesorten verwendet.
Für den World Cheese Award in Norwegen hatten die Käserei acht hausgemachte Spezialitäten eingereicht.
“Das hier ist unser Super Gold, der Houtlandse Asschekaas”, sagt Sophie Callemeyn, eine der Geschäftsführerin: “Mit dem haben wir den zweiten Preis in Norwegen gewonnen. Dieser hier, Käse mit einer Reifezeit von drei Jahren, hat uns eine Goldmedaille in seiner Kategorie eingebracht. Für den Arnoldus gab es eine Silbermedaille und für diesen hier, den mittelalten Käse ebenfalls Silber.”
Die Medaillen sind noch unterwegs.
Der Houtlandse Asschekaas, ein würziger Käse, bei dem unter anderem Holzkohle verwendet wird, wurde in Norwegen zum zweitbesten Käse der Welt gekrönt. Das Rezept erfand Krista Stroo, die den Käse seit fünf oder sechs Jahren noch ständig verbessert. Ihre Expertise wurde jetzt mit der Medaille für den zweitbesten Käse der Welt ausgezeichnet.
Man schmeckt sofort, dass es ein gereifter Käse ist, mit einem milden Geschmack, samtweich am Gaumen, mit sehr viel Aroma.
Interessenten aus den Niederlanden und sogar aus den USA möchten den Käse aus Jabbeke kaufen, aber Familie Callemeyns will weiterhin nur mit ihrer heutigen Kuhherde arbeiten: “Wir möchten die Kühe selbst versorgen, füttern und melken.”

