Bei einer Schießerei im südspanischen Marbella sind zwei Menschen verletzt worden. Nach Angaben der spanischen Polizei soll es sich um "eine Abrechnung zwischen einer belgischen und einer niederländischen Drogenbande" handeln. Das berichtet die spanische Zeitung El País. Die Täter sind auf der Flucht. Marbella wurde in letzter Zeit häufiger von Schießereien erschüttert, die oft im Zusammenhang mit Drogenhandel stehen.
Schießerei in Marbella: Abrechnung zwischen belgischen und niederländischen Drogenbanden
Einige Anwohner hatten am Samstagnachmittag die Polizei gerufen, als sie Schüsse in der Nähe des Viertels Guadalmina, einer feinen Gegend im Nordwesten Marbellas, hörten. Die Schüsse fielen am helllichten Tag in der Nähe eines Einkaufszentrums.
Nach Angaben von Zeugen eröffneten drei maskierte Männer das Feuer.
"Es war wirklich ein Irrenhaus, es herrschte absolute Panik. Es sah aus wie in einem Film", sagte ein Zeuge gegenüber der britischen Zeitung Daily Mail: "Die drei Männer trugen Masken und schossen dem Mann ins Bein. Er hinkte, konnte aber in einen Land Rover steigen und wegfahren.
Nach den Schüssen flüchteten die Männer in einem Citroën. Zwei Personen wurden verletzt und in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Sie befinden sich nicht in Lebensgefahr.
Eine erste Analyse der spanischen Polizei deutet auf eine Konfrontation zwischen zwei Drogenbanden hin, von denen die eine belgischer und die andere niederländischer Nationalität ist. Derzeit sind die Täter noch auf der Flucht.
Häufigere Schießereien
Sowohl in Marbella als auch in der etwas weiter entfernten Stadt Málaga ist es in letzter Zeit häufiger zu Schießereien in der Drogenszene gekommen.
Am vergangenen Wochenende nahm die Polizei sechs weitere Personen fest, die mit dem Drogenmilieu in Verbindung stehen. Bei der Aktion stellte die Polizei außerdem 200.000 Euro sowie 100 Kilogramm Kokain sicher.
Und vor einigen Wochen hatte ein bewaffneter maskierter Mann in einem Nachtclub das Feuer auf einen Kunden eröffnet, schreibt El Pais. Die Ermittlungen zu diesem Vorfall sind noch nicht abgeschlossen.
