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Orca am Sonntagmorgen in De Panne gestrandet: "Leider das Ende für das Tier"

An der belgischen Küste in De Panne ist am Sonntagmorgen ein Orca an den Strand gespült worden. Der Bürgermeister der Gemeinde an der belgisch-französischen Grenze bestätigte, dass der Orca verendet ist. Orcas tauchen nur sehr selten  in der südlichen Nordsee auf. Am Montagmorgen findet Autopsie statt, um herauszufinden, warum das Tier zu schwach geworden war, um weiterzuschwimmen.

Martina Luxen
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Das Orca-Männchen wurde am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr erstmals vor der Küste von Koksijde gesichtet. Ab 10 Uhr konnte ein Team des Instituts für Naturwissenschaften das Tier kontinuierlich verfolgen: "Das Tier schwamm sehr langsam von Koksijde in Richtung De Panne. Es sah nicht sehr lebendig aus und schwamm dicht am Ufer entlang. So verhalten sich Orcas normalerweise nicht", sagte Jelle Moreau vom Institut für Naturwissenschaften.

"Wir haben mit den Rettungsdiensten versucht, das Tier davon abzuhalten, sich dem Land zu nähern, aber es ist uns nicht gelungen. Der Orca wurde von der Flut an Land gespült, was leider das Ende des Tieres bedeutet.” 

Der Bürgermeister von De Panne teilte mit, dass es sich um ein erwachsenes Jungtier von etwa sechs Metern Länge handelte. Der Orca bekam auch einen Namen und wurde Reveil (Erwachen) genannt.

Am Montag wird eine Autopsie am Strand durchgeführt. 

Orcas, auch Schwertwale genannt, leben zum Beispiel an der schottischen Küste und an der Nordküste Spaniens. "Es sind Herdentiere, die normalerweise in Familien leben", weiß Jelle Moreau vom Institut für Naturwissenschaften: "Aber junge Männchen verlassen die Gruppe ab einem bestimmten Alter, um ihre eigene Herde zu gründen. Es scheint also nicht so außergewöhnlich zu sein, dass dieses Männchen allein gefunden wurde. Vor allem hier, in der südlichen Nordsee, sind die Tiere selten".

Sehr außergewöhnlich

Ein Orca an der belgischen Küste ist sehr ungewöhnlich. Seit 1900 soll es bei uns nur vier Sichtungen gegeben haben. Das letzte Mal, als ein Orca in Belgien strandete, war im Jahr 1850. Im Oktober 2022 wurde ein weiblicher Orca an der Küste von Cadzand in den Niederlanden angeschwemmt. Auch dieses Tier überlebte nicht. 

Orcas jagen Fische und Robben. "An sich gibt es hier reichlich Nahrung", sagt Jan Haelters, Biologe am Königlichen Belgischen Institut für Naturwissenschaften: "Aber es bleibt trotzdem seltsam und sehr ungewöhnlich, dass sie so nah an unsere Küste kommen." 

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