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Inland
Wirtschaft

Inflation fast auf null durch sinkende Energiepreise, Lebensmittel weiter deutlich teurer

Die Inflation in Belgien ist im Oktober auf 0,36 Prozent gesunken. Das geht aus den Zahlen des belgischen Statistikamtes Statbel hervor. Das ist der niedrigste Stand seit Januar 2021. Die Senkung ist vor allem auf die sinkenden Energiepreise zurückzuführen. Klammert man die Energiepreise aus, liegt die sogenannte Kerninflation immer noch bei 6,55 Prozent. 

Martina Luxen Belga
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Das Leben in Belgien ist im Oktober kaum teurer geworden. Die Inflation lag bei 0,36 Prozent. Konkret bedeutet das: Was im Oktober 2022 noch 100 Euro gekostet hat, kostet jetzt 100,36 Euro. Das ist der niedrigste Inflationsstand seit Januar 2021, die damals 0,26 Prozent betrug.  

"Das ist eine sehr gute Nachricht", sagte Peter Vanden Houte, Chefökonom der ING: “Der Inflationsschub im letzten Jahr klingt langsam ab."

Die Preisverteuerung ist in den letzten Monaten stark zurückgegangen. Im August lag sie bei 4,09 Prozent und im September bei 2,39 Prozent. Die Abwärtskurve wird von den Energiepreisen bestimmt, die seit Februar dieses Jahres eine negative Inflation aufweisen.  

"Wir sehen, dass die Erdgaspreise um 77 Prozent niedriger sind als im letzten Jahr, die Strompreise um mehr als 50 Prozent. Das hat natürlich die Inflationsraten stark nach unten gezogen", erklärt Vanden Houte: "Wenn man davon absieht, haben wir eine Inflationsrate von 6,8 Prozent. Das ist immer noch hoch."

Olivenöl und Kartoffeln

Die Preise für Lebensmittel zum Beispiel steigen weiterhin stark an. Für einen Einkaufswagen zahlt man heute beispielsweise 9 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Produkte wie Olivenöl und Kartoffeln haben sich am stärksten verteuert und zwar um rund 25 Prozent. Starke Preiserhöhungen sind auch bei den Hotelpreisen und bei Rolltabak zu beobachten.

Noch auffälliger ist, dass obwohl die Inflation fast auf 0 gesunken ist, der Pivot-Index überschritten wurde. Renten, Sozialleistungen und Gehälter im öffentlichen Dienst und in einigen anderen Sektoren steigen um 2 Prozent. Der Grund dafür ist, dass Benzin und Diesel bei der Berechnung dieses Gesundheitsindexes nicht berücksichtigt werden.

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