Das Durchschnittseinkommen der belgischen Arbeitnehmer unterscheidet sich auf kommunaler Ebene ganz deutlich. Dies ist aus einer Analyse des belgischen Statistikamtes Statbel ersichtlich, in der die steuerpflichtigen Nettoeinkommen im Jahr 2021 unter die Lupe genommen wurden. Daraus ist auch ersichtlich, dass das Durchschnittseinkommen der Belgier angestiegen ist.
Durchschnittseinkommen in Belgien: In Brüssel liegt es ganz unten, in Brabant und in Ostflandern ganz oben
2021 betrug das durchschnittliche Nettoeinkommen der Belgier 20.357 € und lag damit 686 € höher als im Coronajahr 2020. Das Durchschnittseinkommen ist hierzulande in Flandern am höchsten und liegt mit 21.776 € 7 % über dem nationalen Durchschnitt. In der Wallonie liegt es mit 19.192 € 6 % unter dem Durchschnitt und in der Brüsseler Hauptstadt-Region sogar 21 % darunter, nämlich lediglich bei 16.068 €.
Noch deutlicher fallen die Unterschiede aus, wenn man in Richtung der Städte und Gemeinden bzw. der Provinzen schaut. 2021 war die Provinz Flämisch-Brabant die Provinz, in der die durchschnittlichen Einkommen mit 23.527 € pro Kopf am höchsten lag. In Wallonisch-Brabant lag es mit 23.442 € nur knapp darunter. In Ostflandern verdiente man damals pro Kopf 22.073 € pro Kopf.
Und auf kommunaler Ebene?
In der Gemeinde Sint-Martens-Latem in Ostflandern verdienen die Arbeitnehmer pro Kopf mit 33.249 € am meisten, gefolgt von Keerbergen in Flämisch-Brabant mit 30.516 € und Knokke-Heist an der belgischen Küste mit 29.961 € per Anno und pro Kopf.
In insgesamt 6 Gemeinden in Belgien liegt das durchschnittliche steuerpflichtige Einkommen über 30 % unter dem Durchschnitt. Das ist der Fall in den Brüsseler Gemeinden Sint-Jans-Molenbeek, Anderlecht und Schaarbeek sowie in Farciennes in der Provinz Hennegau und in Dison in der Provinz Lüttich. In der Gemeinde Mesen in Westflandern verdient man im Durchschnitt 16.016 €. Damit ist dies die flämische Kommune mit dem niedrigsten Durchschnittseinkommen seiner Bürger.
