Es wird im Audi-Werk in der Brüsseler Gemeinde Vorst im kommenden Jahr nicht zu Entlassungen kommen. Dies garantierte die Direktion des Montagewerks den Gewerkschaften. „Für nächstes Jahr haben wir Arbeitsplatz-Garantie“, so Franky De Schrijver von der sozialistischen Gewerkschaft ABVV nach Gesprächen mit der Direktion am Dienstag.
Am Dienstag sprachen die Gewerkschaften und die Direktion bei Audi in Brüssel über die nächste Zukunft des Standorts, nach dem im Laufe des Monats soziale Unruhen aufkamen. Grund für die Verstimmung war, dass die Produktion des neuen Q4 in seiner elektrischen Version, die eigentlich im November anlaufen sollte, vorerst ausgesetzt wird. Nach bekanntwerden dieser Entwicklung hatten einige Schichten ihre Arbeit im Werk nicht aufgenommen (wir berichteten).
Für das kommende Jahr garantiert die Brüsseler Direktion des Montagewerks des deutschen Autobauers aus Ingolstadt eine Arbeitsplatz-Garantie, ungeachtet der zu bauenden Fahrzeuge. „Das haben wir schriftlich“, so ABVV-Gewerkschaftsdelegierter De Schrijver. Die Direktion gab auch zu verstehen, dass die Geschwindigkeit der Bänder in der Produktion bis zu den Sommerferien 2024 nicht angehoben wird.
Am 21. November soll deutlich werden, wie viele Neuwagen Audi in Brüssel bauen soll. Derzeit läuft hier der Q8 e-ton vom Band. Im Brüsseler Audi-Werk in Vorst sind zur Zeit etwa 3.000 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt und rund 500 Zeitarbeitskräfte.

