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Gesundheit

Die Diabetes-Liga bittet darum, Ozempic nur bei Zucker-Patienten zu verschreiben

Die belgische Diabetes-Liga ruft Ärzte und Apotheker dazu auf, das zum Abnehmen beliebte Medikament Ozempic Patienten vorzubehalten, die an Zucker leiden. Inzwischen droht für Diabetes-Patienten wieder ein Mangel an diesem Medikament. Der Hersteller Novo Nordisk teilt mit, dass der Mangel an Ozempic durchaus bis ins kommende Jahr hinein bestehen bleibt. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ozempic wird in Belgien nur auf Rezept verschrieben und ist eigentlich ein Medikament, dass Patienten nehmen müssen, die an der Zuckerkrankheit leiden, genauer an der am häufigsten vorkommenden Form Diabetes Typ 2. Doch inzwischen wird dieses Präparat auch als Mittel zum Abnehmen bei Übergewicht immer populärer, zumal seit hierzulande einige Prominente erzählten, ebenfalls Ozempic gegen ihre Kilos genutzt zu haben oder zu nutzen.

Doch die steigende Nachfrage sorgt inzwischen für ein Versorgungsproblem für jene, die dieses Mittel gegen ihre Diabetes-Erkrankung dringend benötigen. Seit rund einem Jahr stockt die Lieferung von Ozempic und es wird wohl noch bis etwa 2024 dauern, bis die Bestände auf die notwendigen Mengen aufgestockt werden können, wie es von Seiten des Herstellers Novo Nordisk heißt.

Kapazitätsprobleme durch hohe Nachfrage

Der Mangel an Diabetes-Präparaten betrifft vor allem die Ozempîc-Dosierung für 1 Milligramm und die alternativen Medikamente Rybelsus und Victoza. Letzteres Mittel ist „auf unbestimmte Zeit nicht mehr verfügbar“. Damit sind alle Hersteller solcher Medikamente betroffen, deren Kapazitäten der hohen Nachfrage vorerst nicht mehr entsprechen können.

Vor einigen Wochen unterstrich die belgische Bundesagentur für Medikamente und Gesundheitsprodukte (FAGG) einmal mehr, dass Ozempic Diabetes-2-Patienten vorbehalten bleiben soll und sie warnt davor, dass dieses Medikament für abnehmwillige Personen, deren BMI (Body Mas Index) unter 30 liegt, sogar gefährlich sein kann und damit gänzlich ungeeignet ist. Die FAGG lässt wissen, dass sie die Entwicklung rund um Ozempic auf nationaler und internationaler Ebene weiter genau beobachtet.

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