Über die Geschicke der traditionsreichen Sint-Sixtus-Abtei und ihrer ebenso traditionsreichen Brauerei in Westvleteren in der Provinz Westflandern wacht jetzt ein allgemeiner Geschäftsführer. Alain Monteyne (58) übernimmt z.B. die täglichen Geschäfte rund um die Brauerei.
Abteibier: Die Trappisten von Westvleteren haben jetzt einen CEO
Alain Monteyne führte rund 35 Jahre lang die Geschäfte des Familienunternehmens Clarebout Patotous NV, dass im Lebensmittelbereich tätig war. In einer Pressemitteilung dazu heißt es, dass er die Leitung der Brauerei, der Beziehungen zu Geschäftspartnern und der Verwaltung der historischen Gebäude übernimmt: „Er entlastet die Äbte und steht der Abteigemeinschaft bei der geschäftlichen Abwicklung zur Seite.“
Westvleteren war die letzte Trappisten-Brauerei in Belgien, die aufgrund ihrer eingeschränkten Produktion bisher ohne CEO auskommen konnte, doch inzwischen wird einiges komplizierter, wie z.B. die Kontrolle der Auflagen der Bundesagentur für Lebensmittelsicherheit FAVV.
"Hat die richtige Bagage"
Laut Abt Manu Van Hecke ist Alain Monteyne der richtige Mann für Westvleteren: „Er hat durch seine jahrelange Tätigkeit im Lebensmittelbereich die nötige Bagage, um unsere Brauerei zu leiten und um diese auf die Herausforderungen in der Zukunft vorzubereiten.“
Die 19 in der Sint-Sixtus-Abtei lebenden Äbte widmen sich in erster Linie dem Gebet und das Brauen von Bier ist eher eine Nebentätigkeit, um Einnahmen zu generieren. Die Abteigemeinschaft braut an jährlich 50 Brautagen rund 7.500 Hektoliter Bier. Die Brauerei gibt es hier seit 1839. 2005 wurde das Westvleteren 12 zum besten Bier der Welt gekürt.
