Nachdem der mutmaßliche Täter des gestrigen Terroranschlags in Brüssel erschossen worden ist, kann das normale Leben wieder aufgenommen werden. Das sagt der Brüsseler Bürgermeister Philippe Close (PS, Foto) im Morgenmagazin „De Ochtend“ im VRT-Radio 1. "Die Sicherheit hat oberste Priorität, aber darüber hinaus muss das normale Leben so weit wie möglich weitergehen." Andernfalls haben seiner Meinung nach die Terroristen gesiegt.
Brüsseler Bürgermeister Close: "Das normale Leben kann wieder aufgenommen werden“
"Wir müssen von den Terroranschlägen von 2015 lernen. Damals wurde alles gestoppt, und das war keine gute Vorgehensweise", so der Brüsseler Bürgermeister weiter. "Alle Sicherheitsdienste sind jetzt voll im Einsatz, um sicherzustellen, dass das normale Leben so weit wie möglich weitergehen kann. In der Stadt Brüssel sind die Dienstleistungen, Sportzentren und Kulturzentren heute so weit wie möglich normal geöffnet."
Das Fussball-Länderspiel Belgien-Schweden war im Vorfeld nicht als Risikospiel eingestuft worden. In Anbetracht der jüngsten Koranverbrennungen in Schweden wäre dies vielleicht besser gewesen. "Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob es eine Fehleinschätzung war", sagt Close dazu. "Wir werden später eine Nachbesprechung durchführen. Wir müssen es dann für die Zukunft aufarbeiten und möglicherweise daraus lernen."
