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Flandern startet ein Verfahren zu einem Interessenskonflikt gegen die neuen Flugrouten am Brussels Airport

Die flämische Landesregierung bringt ein Verfahren zu einem Interessenskonflikt gegen die neuen Flugrouten am Brussels Airport auf den Weg. Flanderns Landesminister für den Brüsseler Rand, Ben Weyts (N-VA), stellt in einer Untersuchung des Umweltministers fest, dass die jüngste Anpassung der Start- und Landerouten am Brüsseler Nationalflughafen für mehr Fluglärm über flämisches Gebiet sorgen.

Andreas Kockartz
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Vor allem die Bewohner der flämischen Gemeinden im Norden von Brüssel stellen seit der Anpassung der Flugrouten seit dem 5. Oktober mehr Fluglärm fest. Walter Vansteenkiste (LB Wemmel), der Bürgermeister von Wemmel in Flämisch-Brabant und Vorsitzender der Plattform „Flughafenregio“ („Luchthavenregio“) bestätigte dies.

Die flämische Landesregierung ließ ihr Umweltministerium nachgehen, ob es tatsächlich zu einer Verschiebung des Fluglärm in Richtung flämischer Randgemeinden im Norden der Region Brüssel-Hauptstadt gekommen ist.

Hier wurde kurz nach der Anpassung der Flugrouten festgestellt, dass der flämische Rand hier zu Gunsten der Brüsseler Region mehr Fluglärm abbekommt. Dies gilt laut Landesumweltministerium sowohl am Tage, als auch in der Nacht. Daraufhin hat die Landesregierung diesen Interessenskonflikt auf den Weg gebracht.

Minister Weyts sagte dazu gegenüber VRT NWS am Montag: „Wir stellen fest, dass man die Flugrouten unter einem technischen Vorwand am Tage und auch in der Nacht verschoben hat. Dadurch wird mehr über Flandern geflogen, als über der Brüsseler Region. In dem wir diesen Interessenskonflikt aufrufen, muss man die Anpassung, die am 5. Oktober erfolgt ist, wieder zurückdrehen.“ 

Verkehrsminister Gilkinet reagiert

Bundesverkehrsminister Georges Gilkinet (Ecolo) reagiert auf die flämische Vorgehensweise zurückhaltend und verspricht, dass er etwas unternehmen werde: „Ich verstehe die Sorgen der Anwohner, die unter dem Fluglärm am Nationalflughafen stark zu leiden haben. Darum schreite ich ein und mache Vorschläge, um den Geräuschdruck auf die Betroffenen zu verringern.“

Gilkinet erinnert aber auch daran, dass die Anpassung der Flugrouten über den Norden Brüssels bis in Flandern hinein an einer europäischen Richtlinie liegen, die umgesetzt werden musste, denn diese impliziere eine neue Technik: „Ziel ist, diese Routen den konventionellen Routen geleichzusetzen. Ich habe um eine gründliche und vergleichende Analyse beim General-Direktorium der Luftfahrt gebeten. Ich warte jetzt auf die Resultate. Wenn nötig wird es zu Anpassungen kommen.“ 

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