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Aufatmen in Tel Aviv: Einsteigen in die belgische Luftwaffenmaschine

Erste aus Tel Aviv ausgeflogene Belgier in Brüssel gelandet

Am spärten Sonntagnachmittag ist am Militärflughafen Melsbroek bei Brüssel ein Transportflugzeug der belgischen Luftwaffe gelandet, dass sowohl belgische Staatsbürger, als auch Luxemburger, Rumänen und Franzosen an Bord hatte. Belgien will im Notfall eine weitere Maschine einsetzen, um Landsleute und andere EU-Bürger aus Israel auszufliegen. Inzwischen appelliert auch Belgien an Israel, internationales Recht einzuhalten und die Regierung will die jüdischen Viertel und Einrichtungen in Antwerpen noch besser schützen.  

Andreas Kockartz
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An Bord der Maschine befanden sich 92 Belgier und deren Angehörige sowie 13 weitere EU-Bürger. Nach Angaben des Außenministeriums in Brüssel befinden sich noch etwa 100 Belgier, vor allem Touristen, in Israel. Daneben leben dort rund 10.000 Menschen, die in den meisten Fällen die doppelte Staatsbürgerschaft haben. Etwa 20 Betroffene wollen noch nach Belgien zurückkommen.

Belgien wollte zunächst keine Luftbrücke mit Transportmaschinen der Luftwaffe organisieren, da ausreichend kommerzielle Flüge angeboten wurden und werden, auch wenn Brussels Airlines einige Tage lang Israel und besonders Tel Aviv, nicht anfliegen wollte. Doch letztendlich wurde beschlossen, doch mit der Luftwaffe zu repatriieren.

Inzwischen haben aber auch zahlreiche Landsleute und deren Angehörige Israel auf dem Landweg verlassen können. Nach Angaben von Bundesaußenministerin Hadja Lahbib (MR) halten sich derzeit zudem 125 Landsleute und deren Angehörige in Gaza auf. Sie können die umkämpfte Gegend derzeit nicht verlassen, da u.a. Ägypten die Grenzen geschlossen hält.

(Lesen Sie bitte unter dem Video des ersten Repatriierungsflugs aus Tel Aviv weiter) 

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Druck auf Israel - Mehr Schutz für Juden in Belgien 

Inzwischen wächst auch von Seiten Belgiens der Druck auf Israel, im weiteren Vorgehen gegen die islamistische palästinensische Terrororganisation Hamas sowohl die Menschenrechte, als auch internationales Recht, sowie das Kriegsrecht einzuhalten. Unser Land erkenne das Recht Israels an, sich gegen Angriffe zu verteidigen, so Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) am Wochenende.

Man könne nicht akzeptieren, dass Israel die Menschen, die im Gazastreifen leben würden, kollektiv für den Terror von Hamas zu bestrafen, deshalb müssten die Zufuhr von Strom, Gas und Wasser garantiert werden und dürfe nicht abgesperrt werden.

Premierminister De Croo und Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) sichern inzwischen Antwerpen einen besseren Schutz für jüdische Einrichtungen, wie Synagogen oder Schulen, sowie den Stadtvierteln, in denen viele Juden leben, zu. Nicht zuletzt hatte Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) die Regierung in Brüssel dazu aufgefordert. Seit dem islamistisch motivierten Mord an einem Lehrer im nordfranzösischen Arras wird der Schutz jüdischer Einrichtungen in ganz Belgien verstärkt. 

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