Die flämische Regierung hat heute insgesamt neun flämische Parks anerkannt. Es handelt sich um vier Nationalparks und fünf Landschaftsparks. In den Nationalparks dreht sich alles um die Natur, in den Landschaftsparks um die Natur und den Menschen, wobei der Schwerpunkt auf Erholung und Kulturerbe liegt.
Flämische Regierung bestätigt vier Nationalparks und fünf Landschaftsparks: Entdecken Sie sie hier auf der Karte
"Die Flämischen Parks werden nicht nur ein Motor für die regionale Entwicklung sein, sondern sie werden auch das internationale Image Flanderns mit seiner Pracht, seinem Glanz und seinen regionalen Produkten stärken", sagt die flämische Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA).
Die Nationalparks werden sich auf die Natur und die biologische Vielfalt konzentrieren. Durch die offizielle Anerkennung sollen diese Parks ihren einzigartigen Charakter weiter entwickeln.
Dies sind die vier anerkannten Nationalparks:
Schelde-Tal: Gebiet zwischen Gent und Antwerpen mit vielen Watten, Salzwiesen und Sümpfen.
Brabanter Wälder: Dazu gehören der Sonien-Wald, der Meerdaal-Wald, das Dijle-Tal und der Hallerbos.
Nationalpark Hoge Kempen: mit Wäldern, Heideflächen, Dünen und Seen (existiert bereits).
Nationalpark Bosland: Heimat vieler Tierarten, viele Wälder.
Bei Landschaftsparks geht es eher um die Interaktion zwischen Natur und Mensch. Dazu gehören auch Erholung und Kulturerbe.
Dies sind die fünf Landschaftsparks:
Zwinregion: an der alten Mündung der Nordsee, in der Nähe von Strand und Meer.
Flämische Ardennen: mit Buchenwäldern, Kopfsteinpflasterstraßen und authentischen Dörfern.
Hart van Haspengouw (dt. Herz des Hespengaus): naturreiche landwirtschaftliche Region mit vielen Obstgärten.
Maastal: mit alten Flussufern und mäandernden Flussmündungen.
Grenzenloses Bocageland: grünes Gebiet in der Euregio Maas-Rhein, das die flämische Region Voer, das wallonische Herver-land und das niederländische Heuvelland umfasst.
Die Anerkennung erfolgt nach einem Verfahren, das 2021 von der flämischen Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA) und ihrem Kollegen für Kulturerbe, Matthias Diependaele (N-VA), eingeleitet wurde. Ursprünglich gab es 10 Anträge auf Anerkennung als Nationalpark und 13 Anträge auf Anerkennung als Landschaftspark. Die Dossiers wurden von zwei unabhängigen Kommissionen bewertet, die ihre Stellungnahmen der flämischen Regierung vorlegten.
So wird beispielsweise der Naturpark Taxandria in der Region Antwerpen-Kempen nicht zum Nationalpark ernannt. Es gab viele Proteste, vor allem von Landwirten in der Region, die befürchteten, dass landwirtschaftliche Flächen gefährdet würden.
