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Inland
Justiz

Antwerpener Zentralbahnhof wieder freigegeben. Bahn- und Tramverkehr stark beeinträchtigt

Das Bahnhofsgebäude von Antwerpen-Central wurde wieder freigegeben. Heute Morgen war der Zentralbahnhof evakuiert worden, nachdem zwei verdächtige Koffer auf der Mediaplein-Seite entdeckt worden waren. Die Evakuierung hat erhebliche Auswirkungen auf den Zugverkehr. Die Premetro-Station Diamant wurde ebenfalls evakuiert. Der Minenräumdienst DOVO war vor Ort, stellte aber fest, dass keine Gefahr bestand. Der Bahnhof ist wieder für Fahrgäste geöffnet.

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In Antwerpen wurde der Entralbahnhof Antwerpen-Centraal evakuiert und alle Eingänge wurden geschlossen. Der Mediaplein (dt.: Medienplatz) an der Rückseite des Bahnhofs und die umliegenden Straßen wurden ebenfalls gesperrt. Die Polizei war wegen eines verdächtigen Pakets vor Ort und bat die Bevölkerung, das Gebiet zu meiden.

"Gegen 7 Uhr wurden zwei Koffer bemerkt, die unter verdächtigen Umständen zurückgelassen worden waren", sagte Wouter Bruyns von der Polizei. "Wir haben eine Sicherheitszone eingerichtet, die von vielen Kollegen bewacht wird".

Der Zugverkehr wurde daraufhin komplett unterbrochen. Kein Zug konnte den Bahnhof verlassen oder dort ankommen. Reisende durften mit ihrem Zugticket einen Bus oder eine Straßenbahn zum Bahnhof Antwerpen-Berchem nehmen und dort einen anderen Zug nehmen. Aber auch dort kam es zu erheblichen Behinderungen.

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Keine Panik, aber Frustration

Die Behinderungen im Zugverkehr sind gravierend und werden noch einige Zeit spürbar sein. Erst gegen 12 Uhr werden die ersten Züge wieder von Antwerpen-Central abfahren können.

"Der Zugverkehr in einem der größten Bahnhöfe unseres Landes ist seit mehr als vier Stunden unterbrochen. Es versteht sich von selbst, dass wir diese Störung schrittweise beheben müssen, und die Reisenden müssen mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen", stellt Dimitri Temmerman von der belgischen Staatsbahn NMBS fest. "Wir gehen aber davon aus, dass bis zum abendlichen Berufsverkehr die meisten Probleme gelöst sein werden."

"Ich habe auf dem Bahnsteig gewartet, als es hieß, dass wir den Bahnhof verlassen müssen", so Studentin Fien. "Es wurde nur auf Niederländisch ausgerufen, deshalb gab es etwas Verwirrung unter den Reisenden, die kein Niederländisch verstehen. Ansonsten verlief alles ruhig."

"Es gibt keine Panik, aber es gibt Frustration", sagte ein anderer gestrandeter Reisender. "In Berchem steht auch alles still, habe ich von einem Kollegen gehört, der dort wartet."

Auch Premetro evakuiert

Die Premetro-Station Diamant, die sich unter dem Bahnhofsgebäude befindet, wurde ebenfalls evakuiert, meldete die Nahverkehrsgesellschaft De Lijn. Die Straßenbahnlinien 2, 6, 9 und 15 mussten deshalb umgeleitet werden.

Die Pre-Metro-Station Astrid, unter dem Astridplein in der Nähe des Antwerpener Hauptbahnhofs, wurden aber nicht evakuiert. Das bedeutete, dass der Straßenbahnverkehr zwischen dem Stadtzentrum und Linkeroever weiterhin möglich war.

Diese beiden Koffer waren verantwortlich für die Evakuierung

Die beiden Koffer, die von ihrem Besitzer unter verdächtig erscheinenden Umständen zurückgelassen wurden, stellten sich schlussendlich als Fehlalarm heraus, wie die Antwerpener Polizei mitteilte. Die noch laufende Befragung des Besitzers wird zeigen, ob es sich um ein unschuldiges Versehen handelte oder ob das Zurücklassen aus einem bestimmten Grund geschah.

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