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Werkschau in Brüssel: Der österreichische Architekt und Designer Josef Hoffmann

In Brüssel läuft seit dieser Woche eine Übersichtsausstellung zum Werk des österreichischen Architekten und Designers Josef Hoffmann (1870-1956), der in seiner Schaffenszeit so ziemlich alles entworfen hat, das irgendwie mit Schönheit und/oder mit Luxus zu tun hatte: Kleidung, Geschirr und Porzellan, Möbel und nicht zuletzt auch Gebäude. Sein absolutes Meisterstück allerdings steht nicht in der österreichischen Hauptstadt Wien, sondern in Brüssel. Die belgische Hauptstadt widmet sich in diesem Jahr besonders der Art-nouveau und so liegt es nahe, Hoffmann auch hier mit einer Werkschau zu würdigen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Ausstellung trägt den wunderbaren Titel „Josef Hoffmann: Im Bann der Schönheit“ und ist noch bis Mitte April 2024 in drei erst kürzlich von Grund auf renovierten Sälen im Museum für Kunst und Geschichte im Jubelpark in Brüssel zu sehen. Die Räume, in denen die Werkschau Josef Hoffmanns zu sehen sind, wirken wie Säle eines Wiener Kaffeehauses im 19. Jahrhundert oder in der Zwischenkriegszeit.

Inmitten von schwarz-weiß getäfelten Wänden lassen Vitrinen Gläser aus Kristall, Gefäße aus Silber, Porzellangegenstände, Möbel und besondere Stühle und vieles mehr sehen, die alle einen einzigen Schöpfer haben, nämlich Josef Hoffmann. Alle hier ausgestellten Artefakte kommen aus Wiener Museen oder aus Privatsammlungen.

(Lesen Sie bitte unter der Illustration weiter)

Die Ausstellung „Josef Hoffmann: Im Bann der Schönheit“ zum Schaffen von Josef Hoffmann ist zweifellos eines der wichtigsten Veranstaltungen in diesem Brüsseler Art-nouveau-Jahr. In der belgischen Hauptstadt steht Hoffmann in erster Linie für den „Palais Stoclet“, doch ihn auf seine Architektur zu beschränken, wäre ein riesiger Fehler. Er gehörte zu den „Wiener Modernisten“, die mit alten Traditionen im Design brachen und Architektur mit allem andere gleichstellten, wie letztendendes auch diese Brüsseler Werkschau belegt.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto des „Palais Stoclet“ weiter)

Palais Stoclet in Brüssel

Im Oktober 1955 reiste Josef Hoffmann anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Hauses Stoclet nach Brüssel. Das Projekt, das später als "Palais Stoclet" bekannt werden sollte, stellte einen Wendepunkt in seinem Leben und seiner Karriere dar. Der Mythos, der sich um dieses Gebäude rankt, und die Produktkultur, die aus dem Know-how der Wiener Werkstätte hervorgegangen ist, beeinflussen noch heute die Auseinandersetzung mit seinem Werk.

Die zeitlose Schönheit in Hoffmanns Schaffen zeigt seine Relevanz nicht nur als historische Figur, sondern auch als Inspirationsquelle für verschiedene Generationen von Studierenden, was ihn zu einer internationalen Referenz für postmoderne Kunst und Design macht. Diese Werkschau, die erste, die Hoffmann in Brüssel gewidmet ist, soll eine tiefergehende Analyse der Ideale des Künstlers und ihrer Entwicklung bieten, sowohl aufgrund als auch unabhängig von den verschiedenen ideologischen und sozialen Umständen, unter denen sie Gestalt annahmen.

(Lesen Sie bitte unter den Fotos weiter) 

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien konzipiert und nimmt die bedeutende wissenschaftliche Arbeit zum Ausgangspunkt, die in der Ausstellung „Josef Hoffmann: Progress Through Beauty“ aus den Jahren 2020 und 202 präsentiert wurde. Diese Ausstellung ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Museum für Kunst und Geschichte in Brüssel und dem MAK in Wien.

„Josef Hoffmann: Im Bann der Schönheit“, noch bis zum 14. April 2024, Museum für Kunst und Geschichte, Jubelpark 10, 1000 Brüssel, Info: www​.artand​his​to​ry​.muse​um

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