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Wirtschaft

Papierhersteller Sappi schließt sein Werk in Lanaken: Flandern fordert 14,2 Mio. € an Fördergeldern zurück

Vor einigen Tagen kündigte der Papierhersteller Sappi, sein Produktionswerk in Lanaken in Limburg zu schließen. Damit verlieren 550 Mitarbeiter ihren Job. Flanderns Landesminister für Arbeit, Wirtschaft und Innovation, Jo Brouns (CD&V) fordert jetzt  14,2 Mio. € an Fördergeldern zurück, die seine Regierung dem Unternehmen zur Verfügung stellte. 

Andreas Kockartz
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Brouns sagte dazu gegenüber der Regionalzeitung Het Belang Van Limburg, dass es sich dabei um 11,8 Mio. € Unterstützung für energieintensive Betriebe handele und um 2,4 Mio. € strategische Unterstützung für Transformation. Zudem fordert der flämische Christdemokrat, der zudem selbst aus der Provinz Limburg stammt, die Einrichtung einer Taskforce zur Unterstützung der betroffenen Beschäftigten.

Am Dienstag kündigte die Sappi-Direktion des Werks in Lanaken diese Schließung im Rahmen einer außergewöhnlichen Betriebsversammlung an. Geschlossen wird auch das zentrale Vertriebszentrum in Maastricht in Niederländisch-Südlimburg, wo ebenfalls 50 Stellen verschwinden.

Mit der eigenen Preispolitik verzettelt? 

Sappi begründet diesen Schritt damit, dass sich die in Lanaken hergestellten Produkte nicht gut absetzen lassen, dass der Mark für Papierprodukte schrumpfe und schrumpfe und dass man sich mit seiner eigenen Preispolitik verzettelt habe, wodurch die Kundschaft zu anderen Produzenten wechsele.

Am Donnerstag empfahl der Arbeitgeberverband Unizo für Unterstützungsmaßnahmen für die gesamte Provinz Limburg, denn die Schließung von Sappi in Lanaken betreffe auch viele Zulieferunternehmen aus der Region. Unizo schlägt vor, dass man betroffenen Firmen mit Rabatten auf ihre Lohnnebenkosten entgegenkommen sollte, „damit die Wirtschaft in Limburg damit schneller fertigwerden kann.“

Das flämische Arbeitsamt VDAB wird eine Anlaufstelle für die Sappi-Arbeiter und -Angestellten eröffnen, die diesen dabei helfen wird, einen neuen Job zu finden oder eine Umschulung zu machen. Doch zunächst muss es zu Sozialverhandlungen kommen, bei denen die Bedingungen für die Entlassungen ausgearbeitet werden. 

Sappi in Lanaken

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