Im Rahmen der „Woche der belgischen Mode“, die noch bis zum 15. Oktober dauert, wird aus einer Umfrage unter Kunden durch die Sektorverbände Cremoda und Mode Unie deutlich, dass man beim Shoppen hierzulande immer öfter auf Kleidung zurückgreift, die in Belgien entworfen und/oder hergestellt wird.
Belgiens Shopper setzen immer mehr auf Mode aus dem eigenen Land
Laut dieser Umfrage bei rund 130 Herstellern und selbständigen Shops kauft rund die Hälfte der Kunden in den belgischen Mode- und Bekleidungsgeschäften Artikel, die aus dem eigenen Land kommen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Absatz von sogenannter „fast fashion“ eher etwas rückläufig ist.
Das mag aber auch damit zu tun haben, dass inzwischen rund 10 % mehr Artikel aus belgischer Herkunft in den hiesigen Geschäften zur Auswahl stehen, als noch vor 5 Jahren. Insgesamt besteht das Angebot in den selbständig geführten Modeläden in unserem Land aus hier produzierten Waren. Die Verbraucher sind vor allem vom lokalen oder regionalen Charakter dieser Artikel begeistert und ebenfalls von der deutlich höheren Qualität im Vergleich mit der „fast fashion“.
Nach der Pandemie stellten wir fest, dass die Kunden sich vom Kauf von ‚fast fashion‘ abwenden und dass sie ihr Budget für Kleidung immer mehr qualitativ einsetzen, in dem sie zum Beispiel in nachhaltige Basisprodukte investieren, also in immer tragbare Outfits.“
Wendy Luykx, Creamoda
Und doch steckt mehr dahinter. Dass die Entwicklung mehr und mehr Kunden erreicht, hat auch damit zu tun, dass der Handel immer häufiger Kleidung aus dem eigenen Land in den Fokus rückt. Inzwischen stellen rund 70 % der Geschäfte im hiesigen selbständigen Mode- und Bekleidungseinzelhandel belgische Produkte und Waren in ihren Geschäftslokalen aktiv prominenter aus.
Das betrifft auch die Eigenwerbung in den Medien, genauer in den sozialen Medien. Nicht zuletzt sorgen auch Initiativen, wie die „Woche der belgischen Mode“ und zum Einlaufen im eigenen Land für einen positiven Effekt in dieser Hinsicht. Man darf aber auch nicht vergessen, dass diese Mode aus Belgien mehr Qualität aufweist und dafür aber nicht unbedingt mehr kosten muss, als herkömmliche Ware. Das trifft aber nicht auf einen Vergleich mit „fast fashion“ zu…
