Flandern will die wertvollen Landschaften und Höfe rund um den Bereich des Waaslandhafens, einem Teilbereich des Antwerpener Hafens, unter Denkmalschutz stellen und ins Kulturerbe aufnehmen. Das bedeutet z.B. für den Gezeitenhafen „Boomerangdok“, dass dort kein Platz für Container ist. Darauf einigten sich die Antwerpener Hafenbehörde und lokale Naturschutzverbände.
Landschaftsschutz: Der Hafen von Antwerpen soll sich nicht weiter ausbreiten
In den kommenden Jahren wird rund um das Polderdorf Doel herum ein neuer Gezeitenhafen entstehen, doch der Antwerpener Hafen wird die Naturgebiete dazu nicht nutzen. Das bedeutet, dass dort keine Lagerstellen für Container entstehen werden. Insgesamt 18 verschiedene Parteien, von der flämischen Landesregierung über die Hafenverwaltung bis hin zu Natur- und Denkmalschutzverbänden haben dazu ein gemeinsames Abkommen unterzeichnet.
Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) sagte, es sei nicht leicht gewesen, zwischen Landschaftsschutz und wirtschaftlichen Belangen abzuwägen: „Ich freue mich darüber, dass alles geklärt ist und dass deutlich geworden ist, welches Kulturerbe wir schützen werden. Auch die Gemeinde Beveren liefert dazu wichtige Anstrengungen. Jetzt muss das rasch umgesetzt werden.“
Unter Schutz gestellt wird das Gebiet, das als „Prosperpolder“ bekannt ist, ein Gebiet mit wertvollen Landschaften und historisch bedeutenden Bauernhören rund um den Waaslandhafen. Die flämische Landesregierung wird Mittel investieren, mit denen einige der seit langem leerstehenden Höfe restauriert werden können. Hier wurde aufgrund der unsicheren Zukunft lange nicht mehr Hand angelegt.
