Die flämische Regierung mach 248.000 € für ein Projekt rund um Selbstmord-Prävention am Arbeitsplatz frei. Damit sollen den entsprechenden Vertrauenspersonen und Führungskräften Werkzeuge in die Hand gegeben werden, mit denen sie in dieser Frage präventiv vorgehen und damit besser reagieren können.
Die flämische Landesregierung investiert in die Selbstmord-Prävention am Arbeitsplatz
Flanderns Landeswohlfahrtsministerin Hilde Crevits und Landesarbeitsminister Jo Brouns (beide CD&V) kündigten an diesem internationalen Tag der mentalen Gesundheit an, dass die sich mit dem Thema Selbstmord-Prävention am Arbeitsplatz auseinandersetzen werden. „Flandern erlebt leider noch immer viele Suizide“, so Crevits.
Und die offiziellen Zahlen bestätigen dies. Sowohl bei Männern, als auch bei Frauen zwischen 20 und 50 Jahren ist dies in dieser Region eine der häufigsten Todesursachen. 2021 wurden flandernweit 913 Selbstmorde registriert - 641 Männer und 272 Frauen.
Allerdings ist diese Zahl in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gesunken - seit dem Jahr 2000 um 34 %. Trotzdem bleiben die Zahlen hoch und dagegen möchte die Landesregierung etwas unternehmen, z.B. jetzt durch Prävention am Arbeitsplatz.
Den entsprechenden Vertrauens- und Führungspersonen sollen zusätzliche Ausbildungen angeboten werden, damit diese adäquat auf mögliche Probleme in dieser Hinsicht reagieren können und damit sie als Ansprechpartner auch ernstgenommen werden.
„Mit diesem Projekt sorgen wir dafür, dass die Schlüsselfiguren in den Organisationen über Fachwissen verfügen, um Gedanken rund um Suizid zu erkennen, den Betroffenen helfen zu können und sie wenn nötig an die richtigen Stellen zu verweisen“, so Landesarbeitsminister Brouns.
Wer Fragen zu Thema Selbstmord hat oder Hilfe braucht, kann Antworten auf der Webseite des BTZzentrums in Ostbelgien in deutscher Sprache finden oder das Hilfstelefon unter der kostenlosen Nummer 0800 32 123 anrufen.
