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Die EU-Kommission in Brüssel zeigt sich mit Israel solidarisch

Nahost-Konflikt: Israelische und jüdische Einrichtungen in Brüssel und Antwerpen unter polizeilicher Beobachtung

Die Brüsseler Polizeieinheiten beobachten seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Hamas und Israel die israelischen und jüdischen Einrichtungen in der belgischen Hauptstadt genauer. Der unerwartete Abgriff palästinensischer Terroristen auf Israel forderte bereits hunderte Menschenleben, auch unter der Zivilbevölkerung. Wie die Polizei genau vorgeht, wird aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben, wie es von Seiten der Polizeizone Brüssel-Hauptstadt-Elsene heißt.

Andreas Kockartz
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Nach einer Meldung der frankophonen Tageszeitung Le Soir will Belgiens Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) das Bedrohungsniveau rund um die jüdischen oder israelischen Einrichtungen, wie z.B. am Jüdische Museum, vorerst nicht erhöhen.

Für Montagabend sind an der israelischen Botschaft in Ukkel Solidaritätsaktionen von Seiten der jüdischen Gemeinschaften in Belgien für Israel angekündigt worden, die die Polizei auch genehmigte.

Philippe Markiewicz, der Vorsitzende des Zentralen Israelitischen Konsistoriums von Belgien (CICB), sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Belga, dass er für neue Friedensverhandlungen zwischen den Palästinensern und Israel plädiere: „Doch um Frieden zu schließen, muss man zu zweit sein. Hamas will nicht an Lösungen mitarbeiten und hat als Ziel, den israelischen Staat zu vernichten.“ Der Angriff der Hamas auf Israel zeige, dass hier jeglicher Respekt vor dem menschlichen Leben fehle.

Inzwischen sind an verschiedenen Orten in Brüssel israelische Fahnen zu sehen, z.B. auf dem Berlaymont-Gebäude der EU-Kommission (Foto oben) und am EU-Parlament am Luxemburg-Platz. 

Inzwischen werden in Belgien alle jüdischen Schulen und Glaubenseinrichtungen bewacht, wie Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) mitteilt. Eine konkrete Drohung liege nicht vor, heißt es weiter dazu, doch es wird zu Wachsamkeit aufgerufen, nicht zuletzt auch, weil Jugendliche in Antwerpen eine israelische Flagge durch eine palästinensische ersetzt haben.

Die jüdischen Gemeinschaften in Antwerpen rufen zu Vorsicht auf und dazu, dass an allen Gebäuden Türen und Fenster geschlossen bleiben sollten.

Das belgische Außenamt rät von Reisen in die Konfliktregionen deutlich ab. Flugverkehr in Richtung oder aus Israel ist derzeit ohnehin nicht möglich. Das bedeutet, dass z.B. Belgier, die sich dort aufhalten, vorerst nicht per Flugzeug aus dem Land gelangen können. Brussels Airlines setzt alle Flüge von und nach Tel Aviv bis mindestens Samstag aus.  

In Antwerpen wird zur Vorsicht in den jüdischen Vierteln aufgerufen

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