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Inland
Justiz

Ein Hauptinspektor der Polizeizone Brüssel-West soll Kolleginnen vergewaltigt haben

Das Arbeitsauditorium von Brüssel hat Untersuchungen gegen einen 31 Jahre alten Hauptinspektor der Polizeizone West aufgenommen. Der Mann soll etwa ein Dutzend junge Polizeiagentinnen sexuell und moralisch erniedrigt haben. Es ist sogar die Rede von Vergewaltigungen. Inzwischen läuft gegen den Polizisten auch eine gerichtliche Ermittlung. 

Andreas Kockartz Belga
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Über diesen Vorgang schreiben die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad und die frankophone Regionalzeitung La Capitale in ihren Montagsausgaben. Die Vorfälle sollen sich sowohl bei dem Hauptinspektor zuhause in Verviers (Provinz Lüttich), als auch im Kommissariat abgespielt haben. Zunächst begann der Mann offenbar eine Beziehung zu dem ihm unterstellten Polizistinnen, um danach immer weiter zu gehen.

Im Korps war offenbar hinlänglich bekannt, dass der Polizist auf dominanten Sex stehen würde, doch die von ihn missbrauchten Frauen trauten sich zunächst nicht, gegen ihn vorzugehen, weil sie um ihren Arbeitsplatz fürchteten. Der Ball kam erst ins Rollen, als sich zwei der betroffenen Frauen bei der Justiz meldeten und Erklärungen abgaben.

Schon Anfang September wurde der Hauptinspektor an seinem Arbeitsplatz in Brüssel festgenommen. Man nahm ihn von dort aus mit zu seiner Wohnung in Verviers, wo dann eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde. Seit dem ist der Beschuldigte krankgeschrieben und erschien nicht mehr an seinem Arbeitsplatz. Sein Anwalt ließ gegenüber den Medien wissen, dass sein Mandant keinen Kommentar geben würde.

Noch ist der Beschuldigte nicht in Untersuchungshaft und er ist auch noch nicht vom Dienst suspendiert. Sicher ist, dass derzeit gegen ihn Untersuchungen des Brüsseler Arbeitsauditoriums, der Justiz und der Polizeiverwaltung laufen. 

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